Kiezkamera

Veröffentlicht am 23.04.2018 von Robert Klages

Das leerstehende und verfallende Freibad in der Siegfriedstraße gehört zur Liste der „Lost Places Berlins“ und zieht ab und an sogar Tourist*innen an. (Hier Fotos von mir, bitte nach rechts klicken. Hier ein Video.) Derzeit wird das Bad von Kröten bewohnt. Deswegen wurde auch ein Krötenzaun aufgebaut. Menschen sollten darin nicht mehr schwimmen. Aber, wenn es nach Bezirksbürger*innenmeister Michael Grunst geht, könnte dies wieder der Fall werden: Bald wird eine Machbarkeitsstudie starten, ob auf dem ehemaligen Sportgelände ein Kombi-Bad gebaut werden könnte. Die Berliner Bäderbetriebe seien daran interessiert und würden das Konzept stellen. Es könnte in Zusammenarbeit mit dem Nachbarbezirk Marzahn-Hellersdorf entstehen, so Grunst. Denn MaHe ist der einzige Bezirk Berlins ohne Freibad und der Bau eines solchen bereits seit längerer Zeit geplant. 40 Millionen Euro würden jedoch noch benötigt, sagt Grunst. Das Gelände des ehemaligen Sportparks ist nur eine mögliche Adresse für das Kombi-Bad. Dass das ehemalige Freibad bald abgerissen werden soll, steht fest. Die Kröten sind nicht in Gefahr: Sie werden umgesiedelt, wurde mir versichert.

Aber man ist sich im Bezirksamt nicht ganz einig. Eigentlich ist ein Beachvolleyballfeld für 650.000 Euro (2019) und einen Kunstrasenplatz mit Laufbahn für fast zwei Millionen Euro (2021) vorgesehen. So sieht es auch die Investitionsplanung vor.

Was hättet ihr lieber? Kombi-Bad oder Kunstrasenfeld? Schreibt mir an leute-r.klages@tagesspiegel.de.

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