Kultur

Schülerinnen erforschen elektronische Musik

Veröffentlicht am 02.11.2020 von Robert Klages

„Error Music – don’t delete!“ richtet sich an Schülerinnen der 7. und 8. Klasse und vermittelt einen selbstbewussten Umgang mit experimenteller elektronischer Musik und Technologien sowie Grundlagen des Sounddesigns. In sechs verschiedenen Berliner Bezirken sind jeweils fünftägige Workshops an ausgewählten Schulen geplant. Die Formate laufen bis Juni 2021 in Zusammenarbeit mit Berliner Schulen und interkulturellen Mädchentreffs. Aus Lichtenberg ist das Barnim Gymnasium in Falkenberg dabei. Hier fand die erste Runde statt. Fünf Mädchen haben getüftelt, elektronische Musik produziert und anschließend aufgeführt. Ein Foto davon ist in der Rubrik „Kiezkamera“ zu sehen. Und hören kann man das Ergebnis natürlich auch, hier auf Soundcloud.

Innerhalb einer Projektwoche erforschen Mädchen die Beziehung zwischen Klang, Technologie, Fehlerkultur und unseren Sinnen. Die Teilnehmenden erlernen Grundlagen der elektronischen Musik und des Computings, lernen über die Geschichte der Pionierinnen ihrer Zeit – vom ersten elektronischen Musikinstrument bis Live-Coding. Sie schreiben ihren eigenen Code und erzeugen mit Hardware Klänge sowie mit DIY-Instrumenten für eine Performance im „Acud Macht Neu“ am Ende der Projektwoche. Entwickelt hat das Konzept die Berliner Künstlerin Yosa Peit: „Es ist toll, wenn die Mädchen* so früh wie möglich lernen, ihre eigenen Regeln zu machen und sich trauen, mit Klängen und Technologien zu experimentieren.“ Die Künstlerin Perera Elsewhere begleitet die ersten beiden Durchführungen. Das Projekt wird vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung gefördert. Bei Interesse oder Rückfragen: errormusic@acudmachtneu.de. Die nächste Runde findet vom 2. bis zum 6. November in der Deutsch-Skandinavischen-Gemeinschaftsschule in Tempelhof-Schöneberg statt.