Namen & Neues
Neue U-Bahn soll den Bezirk besser mit dem "Zentrum" verbinden
Veröffentlicht am 29.01.2018 von Robert Klages
Mit der U-Bahn die Landsberger Allee entlang, das wäre doch was! Seit Längerem befasst sich der Berliner Senat mit der Ausweitung des Berliner U-Bahn-Netzes. Die U-Bahn-Linie 11, die vom Hauptbahnhof über Friedrichshain, durch Hohenschönhausen die Landsberger Allee entlang bis Marzahn führen würde, gehört seit 1990 zu diesen Plänen. Jetzt hat sich der stellvertretende Bezirksvorsitzende der Linken in Lichtenberg, Sebastian Schlüsselburg, mit einer parlamentarischen Anfrage nach dem Planungsstand des Projekts erkundigt.
Das Ergebnis: Bisher findet sich keine politische Mehrheit für den Bau der Strecke. In den Flächennutzungsplänen ist der Streckenverlauf fest gehalten, genaue Planungen zu Baukosten oder Bauzeiten gibt es jedoch nicht. Dabei sind die Fahrgastzahlen in den dortigen Tram- und Buslinien in den vergangenen zehn Jahren stark gestiegen: In den Hauptverkehrszeiten um bis zu 35 Prozent, des Nachts teils sogar um 400 Prozent. Da kann es für die Fahrgäste schon mal kuschelig werden. Die U-Bahn könnte Abhilfe leisten. Betrachtet man die Kapazitäten, kann eine Tram mit zwei Waggons ca. 300 Fahrgäste transportieren, eine U-Bahn mit sechs Waggons schafft dagegen 750 Personen. „Darüber hinaus würde die U-Bahn die Anbindung Lichtenbergs und Marzahns an das Stadtzentrum erheblich verbessern“, so Schlüsselburg gegenüber dem Abendblatt. Bis es soweit ist, müssen wir uns wohl noch ein wenig gedulden. Vor 2025 kann wohl nicht mit Maßnahmen gerechnet werden. Bis dahin wird weiter der Verkehr auf der Route gemessen. (Text: Paul Lufter, Praktikant bei Tagesspiegel-Checkpoint.)