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CDU kritisiert Verkehrskollaps im Berliner Osten

Veröffentlicht am 12.02.2018 von Paul Lufter

Unter dem Titel „Wir lassen uns nicht abhängen“ hat die CDU-Lichtenberg diese Woche eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der sie den Senat scharf für seine Versäumnisse im Bereich Verkehr im Osten kritisiert. „Der Berliner Senat verpasst dem Osten der Stadt, und besonders den Bürgern in Lichtenberg unfreiwillige Vorsätze für das Jahr 2018. Der Umstieg auf das Rad soll erzwungen werden, indem der Öffentliche Personennahverkehr und der Straßenverkehr in den Kollaps getrieben werden“, so Martin Pätzold, Kreisvorsitzender der CDU-Lichtenberg.

Dem Schreiben ist eine Liste mit Forderungen zur Stärkung des Verkehrs im Berliner Osten angehängt. Im Zentrum stehen dabei die S-Bahnlinien S3 und S75 sowie die Tram 21 und 22. Im Straßenbau wird vor allem die Realisierung der Tangententialverbindung Ost (TVO), welche Marzahn und Köpenick verbinden soll, und der Ausbau der A100 gefordert.

Besonders in Karlshorst ist in naher Zukunft aufgrund von Baustellen auf der Treskowallee und Sanierungsarbeiten am S-Bahnhof Karlshorst mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Dies werde laut CDU in einem Verkehrskollaps enden. Bereits in der Vergangenheit habe der Senat nicht nachvollziehbare Entscheidungen getroffen, etwa als die Taktung der der S-Bahnen reduziert wurde und bewusst bzw. wissentlich Bauvorhaben im Straßennetz im Osten der Stadt vernachlässigt wurden. Dies werde sich nun mit der Baustellen-Situation rächen.

Die Baustellen sind wichtig, so die CDU. Allerdings sind diese schon seit Jahren voraussehbar gewesen, weshalb es keinen Grund dafür gebe, dass keine Maßnahmen ergriffen wurden, um in der Umgebung Umfahrungsmöglichkeiten zu schaffen bzw. den ÖPNV entsprechen aufzurüsten. Stattdessen sei letzterer sogar noch stärker eingeschränkt worden. Alle Details zum Fall Karlshorst und die gesamten Forderungen der CDU können sie hier nachlesen.

Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke) äußerte dazu, er habe über den Fall mit Regine Günther (parteilos, für Grüne) gesprochen, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz im Berliner Senat. Günther habe daraufhin mit der Bahn gesprochen. Im Moment arbeite man an einer Lösung des Problems.

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