Namen & Neues

Streit um Kunst in der Herzbergstraße hält an

Veröffentlicht am 07.05.2018 von Paul Lufter

Sowohl auf tagesspiegel.de als auch im Newsletter der vergangenen Woche, hat mein Kollege Robert Klages Ihnen bereits ausführlich über die Problematik in der Herzbergstraße berichtet. Das Lichtenberger Stadtentwicklungsamt droht dem Grundstückseigentümer Axel Haubrok mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren und einer Geldbuße von bis zu 500.000 Euro. Die zuständige Lichtenberger Bezirksstadträtin Birgit Monteiro (SPD) verweist in dem Fall auf geltendes Recht, das auf dem „Stadtentwicklungsplan Industrie und Gewerbe“, kurz SEP, basiert. Das Gewerbegebiet Herzbergstraße ist dort als einziges im Osten Berlins als „Entwicklungsgebiet für den produktionsbedingten Bereich“ besonders geschützt.

„In diesem Bereich wird das Planungsrecht restriktiv angewendet“, so Monteiro auf Nachfrage von LiMa+. Wie das Portal berichtet, kann sich BM Michael Grunst für die Herzbergstraße einen Sonderweg vorstellen. Es müsse jedoch perspektivisch darum gehen, im Bezirksamt einen Konsens herzustellen. Das dürfte jedoch nicht so einfach sein.

Inhaber Axel Haubrok hat inzwischen die Notbremse gezogen. Wegen des andauernden Streits wurde die Teilnahme am Gallery Weekend abgesagt. Weitere Ausstellungen soll es auch nicht mehr geben. Haubrok ist wütend und das aus gutem Grund. Das Bezirksamt hätte ihm einst zugesichert, an der Herzbergstraße pro Jahr zwei bis drei Ausstellungen organisieren zu dürfen. „Dabei ist die Herzbergstraße eine der letzten Gegenden Berlins, wo man das Gefühl von Aufbruch hat“, so Haubrok. Laut Grunst stehen nun entscheidende Monate bevor.

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