Namen & Neues

Platz für Wohnungsbau: gibt es, wird aber nicht genutzt

Veröffentlicht am 24.09.2018 von Robert Klages

Während die Kritik an dem Bebauungsplan für das Ostkreuz wächst, steht andernorts in Lichtenberg viel Platz für Wohnungsbau zur Verfügung, wird aber nicht genutzt. Es geht um jahrelang leerstehende Plattenbauten in Hohenschönhausen. Ich bin da mal über den Zaun geklettert und habe anschließend auf Twitter gefragt, warum da noch keine Wohnungen stünden. Freundlicherweise habe ich auch Antworten bekommen. Nicht wirklich jedoch von Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke), die den Leerstand zwar zu kennen scheint, aber, Zitat: „niemanden zum Jagen respektive Bauen tragen kann“. Lest mal den Twitter-Chat – sehr aufschlussreich über den Zustand Berlins.

Antworten kamen dann von der CDU und Baustadträtin Birgit Monteiro (SPD). Die Howoge und Belle Epoque planen hier Wohnungen, Schule und Kita, ein städtebaulicher Wettbewerb sei ausgeschrieben, so Benjamin Hudler (CDU). Hier könnten also tatsächlich „bald“ Wohnungen entstehen, kündigt Monteiro an.

„Das Grundstück wurde x Mal weiterverkauft“, so Monteiro. Auch BM Michael Grunst (Linke) bestätigt das auf Nachfrage. Das ehemalige Wohnheim sei seit Jahrzehnten für den Bezirk ein Problem. „Wechselnde private Eigentümer uswusf.  Die Bürger regen sich zu recht auf. Mit dem neuen Anlauf hoffen wir, dass auf dem Areal Wohnungsbau realisiert wird.“ Kritisiert wird bereits, dass Belle Epoque nicht gerade für soziale Mieten bekannt sei. Immerhin könnten dort über 2000 Wohnungen entstehen. In diesem Moment trifft sich Grunst mit Vertreter*innen der Stadtplanung.

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