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7771 Verkehrsunfälle 2017 in Lichtenberg - 2018 nicht besser

Veröffentlicht am 07.01.2019 von Robert Klages

Im Vergleich zum Jahr 2016, in welchem die Zahl der Straßenverkehrsunfälle insgesamt 7593 betrug, ist im Jahr 2017 eine Steigerung der Verkehrsunfälle auf 7771 zu verzeichnen. Die Steigerung beläuft sich auf knapp drei Prozent. Das spiegelt sich auch in den ersten drei Quartalen im Jahr 2018 wider. Das geht aus einer Antwort des Abgeordnetenhauses auf Anfrage von Sebastian Schlüsselburg (Linke) hervor. Insgesamt ordnet sich die Steigerung in den Trend der letzten Jahre ein – im Jahr 2012 betrug die Zahl der Verkehrsunfälle noch 6883. Dabei sei der Anteil der Art der Teilnahme am Verkehr der Unfallverursacher im Wesentlichen gleichgeblieben, so Schlüsselburg.

Der Großteil der Unfälle wird mit rund 70 Prozent nach wie vor von Pkw verursacht, während Radfahrer*innen, sowie Fußgänger*innen lediglich für Prozentwerte im niedrigen einstelligen Bereich verantwortlich sind. Zu Tode kam sowohl im Jahr 2016 als auch 2017 jeweils ein Verkehrsteilnehmender.

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2018 sind bereits drei Verkehrsteilnehmende bei Straßenverkehrsunfällen getötet worden. Es handelte sich hierbei um zwei Radfahrende sowie einen Fußgänger. „Diese bedauerlichen Todesfälle sind laut Statistik auf das jeweils individuelle Fehlverhalten zurückzuführen. Trotzdem ist jeder Todesfall einer zu viel“, schreibt Schlüsselburg.

Demnach gab es 2017 sowie in den ersten drei Quartalen 2018 keinen Ort gehäufter Unfälle. Dennoch gibt Kreuzungsbereiche und Straßen, die in den letzten Jahren vermehrt als Unfallschwerpunkte wahrgenommen werden. Unangefochten ist dabei der Bereich Frankfurter Allee/Gürtelstraße/Möllendorfstraße, wo es zu einer weiteren wenngleich geringfügigen Steigerung der Unfallzahlen kam.

In der Landesberger Allee 360 krachte es im Jahr 2016 36 mal, im Jahr 2017 dahingegen bereits 53 mal – eine Steigerung von 47 Prozent. Im Bereich Arendsweg/Landsberger Allee äußert sich die prozentuale Steigerung der Verkehrsunfälle demnach mit etwa 120 Prozent in mehr als einer Verdopplung der Unfälle. In der Sewanstraße 4 nahmen die Unfälle im Jahr 2017 verglichen mit dem Vorjahr um 40 Prozent ab.

Für das Jahr 2019 ist geplant, in allen Bezirken zwei Unfallhäufungsstellen zu behandeln und entsprechende Beschlüsse zur Optimierung der Unfallverhütung herbeizuführen.

„Die stetig zunehmenden Unfallzahlen in Lichtenberg sind nicht länger hinnehmbar“, so Schlüsselburg. „Aus meiner Sicht gehört der seit Jahren auf Platz 1 stehende quantitative Unfallschwerpunkt Frankfurter Allee / Möllendorffstraße / Gürtelstraße in meinem Wahlkreis dazu. Der zweite Ort sollte aus meiner Sicht einer sein, an dem Radfahrer besonders gefährdet sind. Hinweise aus der Bevölkerung nehme ich gern entgegen.“ Na dann, schreibt an schluesselburg@linksfraktion.berlin

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