Namen & Neues
65 Jahre Tierpark
Veröffentlicht am 06.07.2020 von Masha Slawinski

Der Tierpark hat Geburtstag gefeiert. Letzte Woche Donnerstag ist er 65 Jahre alt geworden. Bei seiner Eröffnung, war Berlin noch in Ost und West geteilt. Das westliche Äquivalent zum 180 Hektar großen Tierpark, ist der Berliner Zoo. Seine Fläche passt über fünf Mal in den Tierpark. „Mit seinen 33 Hektar ist der Zoo im innerdeutschen Vergleich gar nicht so klein, wie er vielleicht dem Tierpark gegenüber wirkt“, sagt Maximilian Jäger, Zoo- und Tierpark-Sprecher. Tierpark oder Zoo? Die Meinungen, wo es schöner ist, gehen auseinander. In den Zoo geht man, wenn man wenig Zeit hat und in kurzer Zeit viele Tiere sehen will. Der Tierpark mit seinen über 9.000 Bewohner*innen ist sehr weitläufig und gut für einen Tagesausflug geeignet.
32 Millionen Euro werden in den nächsten vier Jahren in den Tierpark investiert. Unter dem Motto “Mehr Platz für weniger Tiere” werden Anlagen modernisiert und erweitert. Das hinter dem Affenhaus gelegene Tierparkgebirge, ein ehemaliger Berg aus Kriegstrümmern, wird zur „Himalaya-Landschaft“. Auch die afrikanischen Elefanten bekommen mehr Platz. Dafür werden die asiatischen Elefanten ausziehen: „Wir wollen den Tierpark Stück für Stück nach geographischen Regionen gliedern, um so unseren Besuchern noch bessere Einblicke in die einzelnen Lebensräume und Ökosysteme zu geben.“, sagt Jäger.
Schon jetzt ist der Tierpark sehr beliebt. Nach der Corona-bedingten Schließung ist die Achtung für den Tierpark bei vielen sogar gestiegen: “Gerade in den ersten Wochen haben wir besonders glückliche Gesichter in Zoo und Tierpark sehen können. Das zeigt, dass sich Berlin sehr freut, die beiden Einrichtungen wiederzuhaben. Die meisten Besucherinnen und Besucher verhalten sich sehr rücksichtsvoll“, sagt Jäger. Bis zum 17. Juli ist der Tierpark am Donnerstag und Freitag sogar bis 21 Uhr geöffnet. Der Grund: wegen der Corona-Regelungen gibt es aktuell Zeitkontingente, die nur eine bestimmte Besucher*innenzahl erlauben. So bekommen mehr Menschen die Chance auf einen Tierparkbesuch. „Sommerabende im Tierpark sind nahezu magisch. Man kann Tiere in ganz anderen Situationen beobachten, einige machen sich „bettfertig“, andere werden aktiver. Und das mitten in der Großstadt“, sagt Jäger. So richtig aufgeweckt in den Abendstunden werden zum Beispiel die Murmeltiere und die Bieber.
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