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Howoge lässt Grundstücke an der Rummelsburger Bucht überwachen

Veröffentlicht am 16.11.2020 von Robert Klages

Die kommunale Wohnungsgesellschaft Howoge hat auf ihrem Grundstück an der Rummelsburger Bucht solarbetriebene Videoüberwachungsgeräte installiert, die optisch kaum zu übersehen sind. Einige Twitter-Nutzer*innen machen sich Sorgen, dass die Dome-Kameras auch Passant*innen auf den Gehwegen filmen können. In der Kynaststraße 15-23 will die Howoge ab Frühjahr 2021 Wohnungen errichten. Eine Pressesprecherin sagte mir auf Nachfrage, die Videoanlagen würden vollumfänglich den Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung entsprechen – dies sei datenschutzrechtlich geprüft worden.

Eine Aktivierung der Videoüberwachungsanlage erfolge erst durch das illegale Öffnen der Bauzäune beziehungsweise durch das Betreten des Grundstücks. Dadurch werde eine Verbindung zur Leitzentrale des Sicherheitsunternehmens hergestellt. Von dort werde die Situation visuell eingeschätzt und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen eingeleitet. „Die Kameras erfassen ausschließlich die eingezäunten Innenbereiche. Die angrenzenden Wege und Außenbereiche sind vollständig ausgepixelt“, so die Sprecherin.

Man wolle die Brachfläche so gegen Diebstahl sichern. Vermutlich auch gegen Besetzungen oder davor, dass obdachlose Menschen dort ihre Zelte aufstellen oder Wagengruppen das Gelände annektieren könnten. Laut der Sprecherin seien in hoher Anzahl Absperrzäune entwendet worden, daher habe man die Überwachungsanlagen im August hingestellt.