Namen & Neues

Grüne stellen Aufhebungsantrag gegen Bebauungsplan: Wie es mit der Trabrennbahn Karlshorst weitergehen könnte

Veröffentlicht am 17.01.2022 von Robert Klages

Neues quasi zum Tempelhofer Feld von Lichtenberg: An der Trabrennbahn Karlshorst könnten mehr als 500 Wohnungen gebaut werden. Das zu bebauende Gelände ist im Flächennutzungsplan (FNP) des Landes als „Grünfläche“ ausgewiesen. Baustadtrat Kevin Hönicke (SPD) sieht darin Potenziale für Wohnungsbau. Noch ist aber nichts entschieden. Die Grünen haben nun eine Art Aufhebungsantrag formuliert, den sie in die nächste Bezirksverordnetenversammlung (BVV) einbringen wollen. „Die BVV hat das Recht, Entscheidungen des Bezirksamts nach vorausgegangener Kontrolle aufzuheben und selbst zu entscheiden“, heißt es da.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hatte sich im September gegen die „beabsichtigte Siedlungsentwicklung“ ausgesprochen, da diese „weit in den bestehenden Grünraum hineinragen könnte. Die Grünen schreiben: „Das Bezirksamt könnte daher den Eindruck erwecken, partikulare Interessen gegenüber den Interessen des Gemeinwohls stärker zu gewichten.“ Gemeint ist: Wohnungsbau durchzusetzen, wo Erholungsflächen sind. Der Grünen-Antrag fordert, zunächst zu klären, ob ein FNP-Änderungsverfahren eingeleitet werden kann.

  • Mehr über die Trabrennbahn und die geplante Bebauung hat Kollege Adrian Schulz aufgeschrieben: plus.tagesspiegel.de