Kiezgespräch

Veröffentlicht am 30.04.2018 von Robert Klages

„Parken in der zweiten Reihe ist rücksichtslos!“ Dieser Satz stammt nicht etwa von wild-twitternden Fahrradaktivist*innen, sondern von der CDU. Genauer von deren verkehrspolitischen Sprecherin Heike Wessoly. „Es ärgert und gefährdet alle anderen, wenn ohnehin schon vielbefahrene Straßen durch Falschparker noch enger werden.“ Die Lichtenberger CDU-Fraktion wolle dem Parken in zweiter Reihe darum nun „den Kampf ansagen“. Sie fordert vom Bezirksamt vermehrte Schwerpunktkontrollen, „damit solches Fehlverhalten besser geahndet werden kann.“ Das Bezirksparlament hat diesen Antrag auch schon beschlossen.

Wessoly selbst fährt in Berlin übrigens kein Fahrrad, sondern nur im Urlaub. In Berlin sei ihr dies zu gefährlich, wie sie mir vor einiger Zeit mal erzählt hatte. Es ist durchaus zu begrüßen, dass die „Autofahrerparteien“ von CDU und FDP langsam auch das Fahrrad entdecken – in politischer Hinsicht.

„Manchen Verkehrsteilnehmern ist es offenbar egal, dass sie andere gefährden, wenn sie regelwidrig in zweiter Reihe parken. Das kann im Interesse aller anderen nicht hingenommen werden.“, sagt Wessoly und appelliert an die gegenseitige Rücksichtnahme.

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