Kiezgespräch

Veröffentlicht am 03.09.2018 von Robert Klages

Hugo Boss geht „Back to the roots“. Für die Herbst/ Winter-Kollektion 2018 wurden die Werbefotos mit diversen Models in Berlin aufgenommen. Dabei hat das deutsche Modelabel die Models zu ihren Eindrücken von Berlin befragt und daraus kurze Videoclips produziert. Mit Anwar Hadid aus Los Angeles, California, wurden Fotos in der Fahrbereitschaft in der Herzbergstraße geschossen. Ein riesiges Plakat davon war eine Zeitlang in der Oranienstraße in Kreuzberg zu sehen: „Anwar, Lichtenberg“.

„Begleite Anwar auf seiner Tour durch das Industrieviertel Lichtenberg für unsere neue Kampagne.“ So wird das Video beworben. Davon zu sehen ist allerdings nichts. Stattdessen wird Kreuzberg gezeigt. Hadid erzählt von Graffiti in Berlin, das fand er cool. Es sei „Teil der Stadt“. Außerdem gefielen ihm „Die Brücken, die Gebäude … solche Dinge, ja“.

Anscheinend wurde ihm vom Berghain erzählt, wo man „vier oder fünf“ Nächte durchfeiern kann. Allerdings ist er nicht dort gewesen. Das will er beim nächsten Mal nachholen. Außerdem ist Berlin „gutaussehend“ – das hören wir doch gerne. „Günstig“ sei es hier auch, meint Anwar. WAS?? Aber ja, im Vergleich zu Los Angeles oder London mag das zutreffen. Das Wort „Scheiße“ hat er auf Deutsch gelernt. Ihm habe jemand gesagt, es heiße „I love you“. Hier zum Video.

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