Kiezgespräch

Veröffentlicht am 09.03.2020 von Robert Klages

Ihr wollt in eurer Mietwohnung eine Wand einreißen und habt gerade keinen Vorschlaghammer zur Hand? Da heißt es auch weiterhin: ab in den Vorschlaghammerfachhandel eures Vertrauens! Aber falls es mal ein Akku-Bohrschrauber, ein Trennschleifer oder sowas sein sollen: Seit dem 5. März kann man professionelle Werkzeuge per App ausleihen und in der Sonntagstraße 5 abholen, also auf dem Rückweg aus „der Innenstadt“ nach der Arbeit mit nach Lichtenberg nehmen.  Nachhaltigkeit durch Sharing und Reparatur der Werkzeuge, 1 Euro pro Stunde und 12 Euro pro Tag, Bezahlen per Paypal.

Toolbot ist ein nachhaltiger Werkzeugverleihautomat, der über toolbot.de von jedem Smartphone oder Computer erreicht werden kann. Einfach dort anmelden, Werkzeug auswählen, innerhalb einer Stunde abholen und nach Belieben jederzeit zurückbringen. Der Standort in Friedrichshain ist der dritte und letzte Standort der Testphase. „Jetzt zeichnet sich bereits ab, dass die Nachfrage groß genug ist, um daraus ein funktionierendes Geschäftsmodell zu stricken“, schildert toolbot-Gründer Jan Gerlach. Der Industriedesigner gründete vor etwas mehr als einem Jahr das Unternehmen zusammen mit seinem Kompagnon Christian Lehmann, einem Ingenieur für Robotik und Automatisierungstechnik. Drei IT-Spezialisten komplettieren den harten Kern des Start-Ups, das in der Betaphase beweisen will, dass Menschen
lieber leihen als kaufen, wenn das Angebot gut genug ist.

Das Startup will gemeinnützige Initiativen mit kostenlosen Werkzeugen unterstützen. Interessierte Vereine und Organisationen sind ausdrücklich aufgerufen, sich zu melden. Kontaktmöglichkeiten findet man auf toolbot.de.