Kiezgespräch

Veröffentlicht am 15.02.2021 von Masha Slawinski

Auto mit Eiern beworfen. In Friedrichsfelde, an der Mellenseestraße 56, hat eines Abends in der vorigen Woche ein Auto halb auf dem Bürgersteig, halb auf der Straße geparkt. Sowas ist natürlich gegen alle Regeln und ließe sich durch einen Anruf bei der Polizei regeln. Doch stattdessen wurden Frontscheibe und Seitenspiegel mit Eiern beworfen, die dann wegen der Kälte am Auto festfroren. Mal eben einen Kübel Wasser rüberschütten oder mit dem Scheibenwischer wegwischen, war also nicht möglich.

Laut einem Anwohner sei das bereits die dritte Attacke gewesen. Es treffe allerdings immer dasselbe Auto. Wenn andere Wagen falsch stehen, bleibt die Eierei aus. Generell sei die Parksituation sehr angespannt in der Straße, berichtet der Insider. Wer spät von der Arbeit komme, finde oft keine Lücke. So stelle sich eben mancher notgedrungen ins Abseits. Einen Parkplatz zu mieten, gestalte sich ebenfalls schwierig.

Man könnte natürlich versuchen, die Eierwürfe der Polizei zu melden. Allerdings fällt so etwas nicht unter den Paragraph 303 des Strafgesetzbuches, welcher definiert, was man unter Sachbeschädigung versteht. Solange die Eier nicht die Oberfläche des Autos verändert haben – anders als es etwa ein Graffiti- oder Eddingschriftzug -, sei es auch keine Sachbeschädigung, erklärte die Pressestelle der Polizei. Und das ohne herumzueiern.

 

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