Kiezgespräch

Veröffentlicht am 02.06.2025 von Dominik Lenze

Parkplätze Top, Radwege Flop: So bewerten Lichtenberger:innen die Verkehrssituation im Bezirk. Knapp vier Millionen Berlinerinnen und Berliner sind täglich auf 10.744 Straßen und Plätzen unterwegs. Zusammengerechnet entspricht das einer Gesamtlänge von rund 5500 Kilometern Straßennetz. Wie bewegt es sich durch die Hauptstadt und vor allem durch Lichtenberg?

Der Bezirk wird eher mittelmäßig bewertet: das ÖPNV-Angebot? Geht so. Sicherheitsgefühl als Fußgänger:in? So mittel. Bei der Frage nach Zahl und Zustand der Radwege belegt Lichtenberg den vorletzten Platz.

Es wurden auch konkrete Strecken genannt, auf denen es sich besonders schlecht radelt: „Die Radwege innerhalb von Karlshorst sind kaum vorhanden, die Straßen mit antiquarischem Kopfsteinpflaster fast unpassierbar und die Kreuzungen oft unsicher“, schreibt eine Leserin. Auch der Autoverkehr bereitet vielen Kopfzerbrechen: „Der aggressive Durchgangs- und Schleichverkehr, der in den letzten 15 Jahren massiv zugenommen hat, muss wieder aus den Kiezen gedrängt werden“, schreibt ein Leser.

Zugleich gibt es vereinzelt Stimmen, die sich eine autofreundliche Verkehrspolitik wünschen. „Der Aufbau einer autofeindlichen Stadt hilft gerade in den Außenbezirken niemandem und schließt ältere Mitbürger aus, die nicht mehr so fit sind“, schreibt ein Leser. In einer Kategorie liegt Lichtenberg wiederum weit vorn: Bei der Zufriedenheit mit der Parkplatz-Situation belegt der Bezirk Platz Drei.

Wie Lichtenberg in den anderen Mobilitäts-Fragen abgeschnitten hat und wie Leser:innen die Lage in anderen Bezirken bewerten, erfahren Sie hier auf Tagesspiegel Plus.

  • Text: mit Saskia Kabelitz
  • Visual: Tagesspiegel; Fotos:imago-images(2),freepik