Robert Klages´ Tipp

Veröffentlicht am 18.05.2020

In den „Lichtenberg Studios“ am Tuchollaplatz kommen jedes Jahr zahlreiche internationale Künstler*innen als „Artist of Residence“ nach Lichtenberg. Letzte Woche hatte ich ja hier Günter Malchow vorgestellt, der war im Januar 2019 dort. Oder 2018 das Projekt „Making Waves“: Ein US-Künstler hat mit Geflüchteten ein Motorboot gebaut.

In diesem Jahr können leider viele Künstler*innen ihren geplanten Aufenthalt nicht wahrnehmen. Wegen des Coronavirus natürlich. Chris Simpson aus London, Leva Balode aus Riga und Sze Nicdas aus Los Angeles haben bereits abgesagt, ein Projekt mit Künstler*innen aus Indien in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut steht auf der Kippe. Bei anderen sieht es besser aus. Hier eine Liste der geplanten (und vergangenen) Residencen. Diejenigen, die bereits dort waren, haben einiges hinterlassen. 2019 zum Beispiel Paul Albert Leitner eine Fotoserie aus dem Bezirk, festgehalten in dem Heft, herausgegeben von den „Lichtenberg Studios“. Das Heft liegt auch an manchen Orten im Bezirk aus, hier online einzusehen.

Viele Künstler*innen aus aller Welt schicken Fotos oder Videos zur Zeit der Pandemie. Fotos aus der Isolation, aus verlassenen Städten, Wien, London, Indien. Gesammelt unter den „Corona Files“.

Seit 2006 befinden sich die „Lichtenberg Studios“ im Obergeschoss des gründerzeitlichen Stadthauses. Von 2006 bis 2007 betreute das Arts Council England North East in Zusammenarbeit mit dem Kunst- und Kulturamt Lichtenberg Künstler*innenaufenthalte. Nun sind es im Schnitt 14 Gäste jährlich, wenn nicht gerade ein Virus da ist. Die Aufenthalte sind auf einen Monat begrenzt, eine Gage wird nicht gezahlt, lediglich die Unterkunft und der Arbeitsraum sind kostenlos. Es entstehen viele Ausstellungen vor Ort. Infos hier.