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von Ingo Salmen

Veröffentlicht am 19.06.2018

Deutschland bekommt eine zweite Chance gegen Mexiko: An diesem Sonnabend, 23. Juni, findet in Mahlsdorf eine Mini-WM statt. Ab 8.30 Uhr spielen 32 Kinderteams in acht Gruppen auf dem Sportplatz am Rosenhag die Vorrunde der Fußball-Weltmeisterschaft nach. Die E-Jugend des VfB Einheit zu Pankow, lauter Zehnjährige, tritt für Deutschland an, die Mexikaner werden durch Blau-Weiß Mahlsdorf-Waldesruh repräsentiert. Teams von Eintracht Mahlsdorf, dem Gastgeber, stehen für England und Dänemark auf dem Platz, alle natürlich in den jeweiligen Trikots. Nach der Vorrunde weicht der Modus ein wenig vom Spielplan der großen WM ab, damit jedes Kinderteam auf die gleiche Anzahl von Spielen kommt. Das Finale findet am späten Nachmittag statt. Rechtzeitig vor dem schon vorentscheidenden Spiel der Löw-Elf um 20 Uhr gegen Schweden.

Die Nationalmannschaft steht am Sonnabend vor einer schweren Prüfung. Millionen werden die Partie vor Fernsehern und Leinwänden verfolgen. Auch in MaHe bangen Zehntausende mit dem Weltmeister. Aber einige drücken auch den Skandinaviern die Daumen. 42 Einwohner im Bezirk besitzen einen schwedischen Pass. Zum Vergleich: 90 Prozent oder mehr als 240.000 Marzahn-Hellersdorfer sind Deutsche. Schwedenhochburg in Berlin ist übrigens mit 736 Einwohnerinnen und Einwohnern der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Das alles entnehme ich einer wunderbaren interaktiven Karte, die meine Kollegen Hendrik Lehmann und David Meidinger erstellt haben. Für jede einzelne WM-Begegnung können Sie sich dort spielerisch durch die Bezirke klicken und sehen, wie die Nationalitäten sich in Berlin verteilen. In Mahlsdorf streifen übrigens Jungs aus Frankfurt/Oder die schwedischen Trikots über.

Ingo Salmen ist Online-Redakteur beim Tagesspiegel. Und bei Twitter ist er auch zu finden. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-i.salmen@tagesspiegel.de