Intro

von Ingo Salmen

Veröffentlicht am 27.11.2018

ein Berliner aus dem Westen hat sich mal wieder im Ton vergriffen. Kollege Boris Buchholz fühlte sich vergangene Woche im Steglitz-Zehlendorf-Newsletter bemüßigt, übers Wetter zu schreiben. Das allein muss noch kein Grund zum Tadeln sein, doch rückte er damit ausgerechnet wieder Marzahn in ein schlechtes Licht. Sein Thema war die „Meteopoetologie“, das ist die Beschäftigung mit Wetterbeschreibungen in der Lyrik (wie ich selber erst gelernt habe). Nun ist der Marzahner an sich empfindlich in Sachen öffentlicher Dichtung (und der Hellersdorfer erst), doch dieses finstere Machwerk des Kollegen Buchholz schlug dem Fass den Zacken aus der Krone:

Düster ist es in Marzahn /
wenn die Blitze niederfahr’n /
Blendend Bläue kommt viel später /
mit dem Hoch mit Namen „Peter“

Marzahn als Hort der Finsternis: Das darf nicht unkommentiert stehen bleiben. Alles schöner in Steglitz, alles heiter in Zehlendorf? Denkste. Deshalb hier mein Protestgedicht:

Glatteis, Schnee und Hagelkorn /
sind in Zehlendorf gebor’n /
Steglitz sinkt in Dunkelheit /
Weihnachten ist nicht mehr weit

Können Sie besser? Immer her damit – wir freuen uns auf schöne MaHe-Gedichte und herrlich gemeine über die übrigen Teile Berlins. Einfach per Mail.

Ingo Salmen ist Online-Redakteur beim Tagesspiegel. Und bei Twitter ist er auch zu finden. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-i.salmen@tagesspiegel.de

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