Intro

von Ingo Salmen

Veröffentlicht am 19.02.2019

von Twitter und Facebook will er nichts mehr wissen, aber so ganz hat sich Robert Habeck doch noch nicht von der rauen Seite des Lebens abgewandt. Der Bundesvorsitzende der Grünen kommt jetzt nämlich nach Marzahn. Am Mittwoch, 27. Februar, wird er ab 18 Uhr im Orwohaus, Frank-Zappa-Straße 19, über seine Alternative zu Hartz IV sprechen: das Konzept einer „solidarischen Grundsicherung“. In einer Mitteilung des Grünen-Kreisverbandes heißt es, dass die Diskussion im sogenannten Fishbowl-Format stattfinden wird: Dabei sitzen Habeck, die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus, Silke Gebel und Fachleute in der Mitte, während Zuhörer abwechselnd auf einem freien Stuhl in der Runde Platz nehmen und sich an der Debatte beteiligen können. Damit das noch einigermaßen geordnet abläuft, wird es auch Moderatoren geben, darunter den örtlichen Abgeordneten Stefan Ziller. Der Besuch der Debatte ist kostenlos, die Grünen bitten aber um Anmeldung über die Website der Fraktion.

Zwischendurch gibt’s was auf die Ohren von Musikern des Orwohauses, dem nach eigener Darstellung größten selbstverwalteten Probenhaus Europas. „Das Format soll zum Mitdiskutieren einladen und das künstlerische Umfeld aufgreifen“, schreiben die Bezirksgrünen. Ob das nun für enthusiastische Zustimmung oder heftige Ablehnung spricht, ist ungewiss. Leidenschaftlich dürfte es in jedem Fall zugehen: Schließlich nennt sich das Orwohaus auch die „lauteste Platte Berlins“.

Ingo Salmen ist Online-Redakteur beim Tagesspiegel. Und bei Twitter ist er auch zu finden. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-i.salmen@tagesspiegel.de

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