Namen & Neues

Der Tanz um die Parkplätze am Bahnhof Wuhletal

Veröffentlicht am 14.11.2017 von Ingo Salmen

Nichts ist so beständig wie das Beamtendeutsch. Manchmal kann man sich des Eindrucks aber nicht erwehren, dass es nur dazu dient, durch umständliche Formulierungen zu verschleiern, was eigentlich vor sich geht. Jüngstes Beispiel: eine Antwort der Senatsverkehrsverwaltung (hier als PDF) auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Kristian Ronneburg zum Bahnhof Wuhletal. Wir erinnern uns: Die Kommunalpolitik wünscht sich Halteverbote rund um die Zebrastreifen an der Altentreptower Straße, um die Sicht für Autos, Radfahrer und Fußgänger zu verbessern.

Doch Staatssekretär Jens-Holger Kirchner schreibt: „Verkehrsverbote dürfen nur dort angeordnet werden, wo es zwingend erforderlich ist.“ Und die drei Unfälle im Sommer, die zum Vorstoß des Bezirks führten, hätten mit schlechter Sicht nichts zu tun. Ein paar Sätze weiter erfahren wir allerdings vom Umbau der Radwege an der Straße. „Die Maßnahmen werden abschnittsweise auch den ruhenden Verkehr betreffen“, teilt Kirchner dazu mit. „Inwiefern noch zusätzliche Sicherungsmaßnahmen für zu Fuß Gehende oder Radfahrende erforderlich werden, z.B. durch die Erweiterung einzelner Sichtfelder, wird mit der genannten Planung nochmals überprüft.“ Na, was denn nun? Jetzt ist die Sicht super, aber wenn die Radwege erneuert werden, könnte sie sich plötzlich verschlechtern? Ich habe die Verkehrsverwaltung um eine Übersetzungshilfe gebeten. Sie arbeitet noch dran.

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