Namen & Neues

Linke will Verkauf des Wernersees stoppen

Veröffentlicht am 17.07.2018 von Ingo Salmen

Nachdem es nicht gelungen ist, einen privaten Investor für die Entwicklung des ehemaligen Wernerbades und angrenzender Flächen zu finden, diskutiert die Bezirkspolitik wieder über die künftige Nutzung. Die SPD hat bereits gefordert, das Gelände erneut als Freibad zu prüfen (wir berichteten). Jetzt meldet sich die Linke zu Wort: Der Bezirksvorsitzende Kristian Ronneburg und Fraktionschef Björn Tielebein lehnen ein Freibad an dieser Stelle ab. Eine parteiübergreifende Arbeitsgruppe habe schon vor Jahren festgestellt, dass eine solche Nutzung ausgeschlossen sei, weil die Fläche für ein modernes Freibad zu klein und der See ein geschütztes Gewässer sei.

Die Anlage mit der Knautschke-Skulptur sollte als Park für die Öffentlichkeit gesichert werden, fordern sie. Bei der bisherigen Planung, eine Wohneinrichtung für Demenzkranke zu schaffen, sei die Zugänglichkeit für die Allgemeinheit entgegen anderslautender Beschlüsse der Bezirkspolitik nicht verlässlich festgeschrieben worden. Wenn die landeseigene Berlinovo das Projekt nun übernehmen und für den Vivantes-Konzern umsetzen sollte, wollen die Linken-Politiker ihr dafür nur noch die angrenzenden Flächen zur Bebauung überlassen. Das Land solle den Verkauf von See und Park stoppen, fordern Ronneburg und Tielebein. Damit wollen sie der Allgemeinheit eine vertraute Erholungsfläche wieder zur Verfügung stellen – wenn auch nicht zum Schwimmen.

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