Namen & Neues

Bäderchef empfiehlt Kombibad statt Freibad

Veröffentlicht am 07.08.2018 von Ingo Salmen

Wiederholt hat Sportstadtrat Gordon Lemm (SPD) in den vergangenen Monaten Hoffnungen gemacht, dass Marzahn-Hellersdorf in absehbarer Zeit ein eigenes Freibad bekommen könnte. Eine Standortsuche ist angelaufen, Maßgabe: 10.000 Quadratmeter Fläche müssten verfügbar sein, hier die 19 Vorschläge. Der Chef der Berliner Bäderbetriebe dämpft diese Erwartungen jetzt. Bei einem Besuch im Tagesspiegel-Verlagsgebäude sagte mir Andreas Scholz-Fleischmann vergangene Woche, dass er ein reines Freibad für wenig wahrscheinlich hält. Weil im Osten der Stadt auch Schwimmhallen fehlen, empfiehlt er stattdessen ein Kombibad, wie es auch im Bäderkonzept schon angedacht sei.

Bekanntlich gab es vor Jahren schon die Idee, zusammen mit Lichtenberg im Bereich des Tierparks eine solche Kombination aus Schwimmhalle und Außenbecken zu realisieren, was sich bislang jedoch nicht konkretisiert hat. Neben dieser Option seien auch andere Standorte möglich, sagte der Bäderchef, der sich mit Lemm in dem grundsätzlichen Bedarf einig ist. Er rät dem Bezirk, drei mögliche Grundstücke mit guter Verkehrsanbindung zu benennen, um dann Siwana-Mittel einzuwerben, damit das Bad schnell gebaut werden kann. 10.000 Quadratmeter dürften dafür jedoch kaum ausreichen oder, diplomatisch formuliert, die „unterste Grenze“ darstellen. Gemeinhin ist bei Kombibädern von 25.000 Quadratmetern die Rede. Scholz-Fleischmann: „Es soll ja auch noch Liegewiesen geben.“ Ein Interview mit dem Bäderchef lesen Sie hier.

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