Namen & Neues

Kunst am Bau beschäftigt BVV

Veröffentlicht am 04.09.2018 von Paul Lufter

Vor einigen Wochen berichtete mein Kollege Ingo Salmen noch über die Skepsis der CDU gegenüber Kunst am Bau. Warum die CDU skeptisch ist? Schulpolitikerin Katharina Günther-Wünsch sah in den Vorschriften für die Einbeziehung von Kunstwerken in öffentliche Bauten vor allem eine Behinderung der Schulbauoffensive, da sie Personal bindet, was an anderer Stelle dringend benötigt würde.

Auch in der vergangenen Woche war es Günther-Wünsch, die das Thema mit einer Anfrage in die BVV brachte. Die Christdemokratin wollte unter anderem wissen, welcher zeitliche und finanzielle Mehraufwand im Zusammenhang mit Schulneubau und -sanierung entsteht. Bezirksstadträtin Juliane Witt (Die Linke) nahm zu dem Thema Stellung. Bei der Kunst am Bau handele es sich nicht um einen Mehraufwand, sondern um eine Gesetzgebung, die auf eine Initiative von 1919 zurückgeht, so Witt. Kunst sei bei den baulichen Vorhaben des Bezirks nicht der verzögernde Faktor.

Es gehe um Lebensqualität und eine Verschönerung des Stadtraums, so der Linken-Verordnete Steffen Ostehr. Das Ziel könne nicht sein, sterile und kalte Bauten ins Stadtbild zu setzen, welches jene dann über Jahrzehnte prägen. Kunst ist eben auch Lebensqualität.

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