Namen & Neues

Mit BVG-Ticket über den Kienberg? SPD macht Druck

Veröffentlicht am 09.10.2018 von Ingo Salmen

Die Senatsverkehrsverwaltung hat einer Integration der ehemaligen IGA-Seilbahn in den öffentlichen Nahverkehr eine klare Absage erteilt. Doch die Sozialdemokraten wollen das nicht einfach hinnehmen. Eine Initiative aus dem Kreisverband hat inzwischen das Abgeordnetenhaus erreicht. Die SPD-Fraktion stehe hinter dem Vorhaben, teilte deren Vorsitzender Raed Saleh mit, nachdem er sich vor Ort über den Sachstand informiert hatte. Noch in dieser Woche soll der fraktionsinterne Arbeitskreis Stadtentwicklung, dem die Marzahner Kreisvorsitzende Iris Spranger vorsteht, einen Antrag für das Parlament auf den Weg bringen.

Einwände zur Wirtschaftlichkeit des Unterfangens lässt Spranger nicht gelten. „Wir haben dann ganz andere Voraussetzungen“, sagt sie. „Dann fahren nicht nur Touristen mit.“ Die Seilbahn würde Marzahn und Hellersdorf miteinander verbinden und auch die Nutzung der U-Bahn erleichtern, was sogar den Autoverkehr in die Innenstadt reduzieren könnte, argumentiert sie. Zugleich sieht Spranger die Chance, am Kienberg den Praxistest durchzuführen für Seilbahnen als Nahverkehrsmittel. Denn nach dem Willen der SPD soll die Verkehrsverwaltung auch prüfen, ob neue Viertel in Tegel oder Spandau mit Seilbahnen schnell und effektiv erschlossen werden könnten. „Wir müssen umdenken“, sagt die Abgeordnete. „Seilbahnen sind in Großstädten viel zu wenig im Fokus.“

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