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Grüne fordern geschützten Radstreifen für Märkische Allee

Veröffentlicht am 16.04.2019 von Ingo Salmen

Der Verkehrsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung muss sich demnächst mit einem Antrag der Grünen zur Stärkung des Radverkehrs beschäftigten. Sie fordern, mit dem Senat über die Einrichtung eines durchgehenden Radweges entlang der Märkischen Allee in beiden Fahrtrichtungen zu verhandeln. „Dabei sind insbesondere die Markierung und die Einrichtung von geschützten Radstreifen (Protected Bike Lanes) umzusetzen“, heißt es. „Wo nötig, soll der Radweg durch den Verzicht auf den Parkstreifen realisiert werden.“ Für Lastwagen sollten Ersatzparkplätze gefunden werden, nachts zum Beispiel vor Supermärkten – was das Problem tagsüber freilich nicht löst. Denn auch dann ist die rechte der drei Spuren oft von Sattelzügen zugestellt. „Die Märkische Allee eignet sich ideal für einen durchgehenden sicheren Radweg“, halten die Grünen dagegen. „Der Straßenraum ist durchgehend groß genug.“

Die Märkische Allee war auch zentrales Thema einer Fahrraddemo am vergangenen Mittwoch. Bilder von Pascal Grothe bei Twitter zeigen die zugeparkte Radspur. Im Tweet des Grünen-Abgeordneten Stefan Ziller ist zu sehen, wie der mit Pollern geschützte Radstreifen aussehen könnte. Eine weitere Station war der Marzahner Knoten, die Überführung der Landsberger Allee über die Gleise der S7 und die Märkische Allee, seit langem ein Kritikpunkt von Radfahrern. Bis zum Bau einer neuen Marzahner Brücke in einigen Jahren fordert der ADFC vier Sofortmaßnahmen, wie Grit Lehmann berichtet: Tempo 30 auf den Auffahrten, eine Freigabe des Gehwegs auf der Nordseite für den Radverkehr in beiden Fahrtrichtungen, einen Ausbau der von Kundigen als Schleichweg genutzten Unterführung bei Knorr-Bremse mit einer Rampe inklusive Beleuchtung und Beschilderung sowie Tempo 30 auch auf der Landsberger Allee im Brückenbereich überall dort, wo Radwege fehlen – und entsprechende Kontrollen der Polizei.

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