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Feuerwache Mahlsdorf: SPD kritisiert Bürgermeisterin Pohle

Veröffentlicht am 22.10.2019 von Ingo Salmen

Die Kritik am neuen Standort für die Wache der Freiwilligen Feuerwehr Mahlsdorf schwillt an. Nachdem die Linke vor zwei Wochen öffentlich gemacht hatte, dass das Bezirksamt der Senatsinnenverwaltung das Grundstück Alt-Mahlsdorf 104 vorgeschlagen hatte, und sich bereits die örtliche Wehr genauso wie die CDU klar dagegen ausgesprochen hatten (wir berichteten), meldeten sich jetzt SPD und Grüne zu Wort. Besonders scharf äußerten sich die Sozialdemokraten. Die Suche nach einem Standort für die Feuerwache werde vom Bezirksamt „weiter verschleppt“, teilten sie mit. Und in Richtung von Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke): „Bezirksamt und Bezirksbürgermeisterin müssen in dieser Frage ihre Prioritäten überdenken und endlich Verantwortung übernehmen.“

Die Sozialdemokraten lassen dabei erkennen, dass auch sie dem von der Feuerwehr favorisierten Grundstück in der Straße An der Schule 84 zuneigen. Insbesondere missfällt ihnen die recht allgemein gehaltene Ablehnung durch die Verwaltung unter Verweis auf die „Flächenkonkurrenz“ im Bezirk. Das hatte auch die CDU schon moniert. „Die SPD-Fraktion beobachtet die mangelhafte Informationspolitik des Bezirksamtes in dieser Frage bereits seit geraumer Zeit“, heißt es in der von der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Liane Ollech verantworteten Mitteilung. Weniger hart im Ton, aber ähnlich in der Sache äußerte sich auch der Grünen-Abgeordnete Stefan Ziller. Das Grundstück Alt-Mahlsdorf 104 sei „keine zufriedenstellende Lösung“, das An der Schule 84 hingegen die „beste Option“.

Als Argumente gegen die Variante des Bezirksamts führen die Kritiker*innen an, dass die Fläche mit 3600 Quadratmetern zu klein (für eine „XL-Wache“ werden 5000 Quadratmeter veranschlagt) und für das Gros der Feuerwehrleute schlecht zu erreichen sei, was die Anfahrtszeiten im Alarmfall erhöhe. Ziller forderte das Bezirksamt auf, mit der Treuhand-Liegenschaftsgesellschaft (TLG) über das Grundstück An der Schule 84 zu reden. Die TLG will es nur verkaufen, wenn die umliegenden Gewerbeflächen als Mischgebiet ausgewiesen werden, um auch Wohnungen errichten zu können. Das sei zwar „keine optimale Lösung“, schrieb der Grünen-Politiker. „Wir halten Verhandlungen aber für den richtigen Weg.“

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