Namen & Neues

Die Eltern der Kiekemal-Grundschule wollen demonstrieren

Veröffentlicht am 29.10.2019 von Caspar Schwietering

Warum die Eltern einer Berliner Grundschule demonstrieren wollen. Die Eltern der Schule in Berlin-Mahlsdorf bereiten eine Demonstration auf dem Hultschiner Damm am 8. November vor. Sie wehren sich seit Langem gegen die Überbelegung ihrer Schule. Derzeit werden an der Schule 179 Kinder mehr als vorgesehen unterrichtet. Bis 2023 könnte diese Zahl sogar auf 230 Kinder ansteigen.

Eine baldige Lösung ist nicht in Sicht, denn im schnell wachsenden Süd-Mahlsdorf fehlt bereits seit Längerem mindestens ein Grundschulstandort. Eigentlich sollte an der Elsenstraße eine neue Schule entstehen, doch im Berliner Senat gibt es Zweifel am Standort wegen einer etwaigen Geruchsbelastung durch eine in der Nähe gelegene Abfallanlage. In der kommenden Woche soll es dazu nun nochmal ein Treffen zwischen dem Bezirk und dem Senat geben.

Kurzfristig helfen, könnten nun nur sogenannte mobile Unterrichtsräume – sprich: Container. Diese könnten am 1,3 Kilometer entfernten Lehnitzplatz entstehen. Dies prüft das Bezirksamt derzeit. Allerdings würden Planung und Bau laut Baustadtrat Gordon Lemm (SPD) wohl 17 Monate dauern. Eventuell ließen sich die Prozesse so beschleunigen, dass die Klassenräume bereits nach 13 Monaten eröffnet werden können, sagte Lemm.

Die Eltern sind unzufrieden. Jana Löschke, Vorsitzende der Gesamtelternvertretung an der Kiekemal-Grundschule, ist mit diesem Szenario überhaupt nicht einverstanden. „Wir fordern, dass am Lehnitzplatz sofort gebaut wird und wollen, dass die Klassenräume nach den Sommerferien 2020 eröffnen“, sagte sie dem Tagesspiegel. Die neuen ersten Klassen sollen nach ihrer Vorstellung dann ausschließlich am Lehnitzplatz unterrichtet werden. Die CDU in Marzahn-Hellersdorf fordert unterdessen einen Runden Tisch zur Schulkrise im Bezirk. – Text: Caspar Schwietering
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