Namen & Neues

Degewo plant mehr als 300 neue Wohnungen in Mahlsdorf

Veröffentlicht am 02.02.2021 von Ingo Salmen

Im vergangenen Sommer gab es eine energische Debatte, jetzt werden die Pläne für das zehn Hektar große Baugebiet zwischen Bisamstraße und Landsberger Straße in Mahlsdorf-Nord konkreter. Das landeseigene Wohnungsunternehmen Degewo will dort 324 Wohneinheiten schaffen – für junge Familien, Singles und Paare. Auch barrierefreier Wohnraum ist demnach vorgesehen. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens vom Montag hervor. Baubeginn soll im Jahr 2023 sein.

Den Anfang machen 200 Mietwohnungen in voraussichtlich 24 „Stadtvillen“, die Hälfte sozial gefördert. Vorgesehen ist eine zweigeschossige Bauweise mit Staffelgeschoss. Die käme nach Degewo-Angaben auch für 80 Wohnungen in genossenschaftlichen Bauten infrage, wobei es hierfür ebenfalls noch keine abschließende Planung gebe. Die Höhe aber sei durch den Bebauungsplan vorgegeben. Vor einem halben Jahr hatte der CDU-Abgeordnete Mario Czaja (CDU) gegen die „viel massivere Bebauung“ als ursprünglich beabsichtigt mobilisiert; einstmals waren Ein- und Zweifamilienhäuser an dieser Stelle vorgesehen. Czaja hatte bezweifelt, ob sich das neue Vorhaben mit dem Bebauungsplan verträgt, die Degewo betont nun ausdrücklich, dass sie ihre Pläne im Rahmen der geltenden Vorschriften realisieren kann.

Einige Einfamilienhäuser soll es doch geben: 44 sind geplant, allerdings will die Degewo sie nicht selbst bauen, sondern die Grundstücke in Erbpacht an Privatleute vergeben. Über das Gesamtvorhaben will die Degewo Anwohner*innen und lokale Akteur*innen ab März genauer informieren. Schon jetzt ist für Fragen und Antworten unter bisamstrasse@degewo.de eine eigene E-Mail-Adresse eingerichtet.

Im Dialog mit der Nachbarschaft wird sicherlich auch die Infrastruktur ein Thema sein – ein weiterer Punkt, den Czaja im vergangenen Jahr aufgeworfen hatte. Die Degewo verweist darauf, dass sie nicht nur eine Grünanlage hergerichtet, sondern bereits die 2018 eröffnete Kita „Grashüpfer“ in der Stralsunder Straße mit 80 Plätzen im Hinblick auf das Bauvorhaben mitfinanziert habe. Außerdem ist bekanntlich an der Ecke von Landsberger Straße und Bisamstraße eine Gemeinschaftsschule in Holzmodulbauweise geplant, deren Bau im günstigsten Fall Ende 2021/Anfang 2022 begonnen wird, sodass sie zum Schuljahr 2023/24 fertig sein könnte. Angesichts der Schul- und Kita-Situation im Siedlungsgebiet wird das sicherlich weiterhin ein Punkt für Diskussionen sein.