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Impfaktion in Marzahn: Wer kommen darf und wie sie abläuft

Veröffentlicht am 01.06.2021 von Ingo Salmen

Die Impfaktion des Berliner Senats für soziale Brennpunkte kommt auch nach Marzahn-Hellersdorf. Von Freitag, 4. Juni, bis Sonntag, 6. Juni, sollen 2400 Dosen in der Cabuwazi-Turnhalle in der Otto-Rosenberg-Straße 2 verimpft werden – ohne Termin, aber nicht völlig ungeordnet. Denn es soll kein offenes Angebot für alle werden, sondern auf bestimmte Straßen beschränkt werden.

Seit dem heutigen Dienstag steht fest, wie die Aktion ablaufen soll: An jedem Tag sollen sich Bewohner anderer Straßen anstellen können, der Nachweis über die persönliche Berechtigung erfolgt durch Personalausweis, Reisepass oder Meldebescheinigung. Das Mindestalter ist 18 Jahre. Vier mobile Impfteams des Landes können pro Tag bis zu 800 Spritzen setzen. Wenn die Schlange deutlich länger wird, wird sie vom Bezirk geschlossen, sodass niemand völlig aussichtslos anstehen muss.

Beginn der Aktion ist jeden Morgen um 9.30 Uhr, das Ende gegen 17.30 Uhr. Die Einladung erfolgt ausschließlich über öffentliche Aufrufe und Flyer, mit deren Verteilung das Bezirksamt am Dienstag begonnen hat. Eine persönliche Einladung wird es nicht geben. Das Bezirksamt ruft dazu auf, nicht mit dem Auto anzureisen, denn es wird keine Parkplätze im Umfeld geben, sondern lieber mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum S-Bahnhof Raoul-Wallenberg-Straße zu kommen – oder direkt zu Fuß. Polizei und Ordnungsamt werden die Straße voraussichtlich bis zum McDonald’s absperren, damit die Aktion reibungslos ablaufen kann.

Das sind die Straßen am Freitag, 4. Juni:

  • Bernburger Straße, Dessauer Straße, Geraer Ring, Greizer Straße, Köthener Straße, Merseburger Straße, Schwarzwurzelstraße;
  • Alte Hellersdorfer Straße, Klausdorfer Straße, Ludwigsfelder Straße, Mittenwalder Straße, Stephan-Born-Straße, Teupitzer Straße, Zossener Straße;
  • Havelländer Ring, Kastanienallee;
  • Alte Hellersdorfer Straße, Alt-Hellersdorf, Cottbusser Platz, Cottbusser Straße.

Das sind die Straßen am Sonnabend, 5. Juni:

  • Janusz-Korczak-Straße, Quedlinburger Straße, Tangermünder Straße;
  • Arneburger Straße, Hellersdorfer Promenade, Jerichower Straße, Naumburger Ring, Stendaler Straße, Zerbster Straße;
  • Böhlener Straße, Eilenburger Straße, Gohliser Straße, Louis-Lewin-Straße, Oschatzer Ring, Schkeuditzer Straße, Schönburger Straße, Torgauer Straße, Weißenfelser Straße, Wurzener Straße.

Das sind die Straßen am Sonntag, 6. Juni:

  • Döbelner Straße, Geithainer Straße, Hermsdorfer Straße, Jenaer Straße, Leisniger Straße, Mittweidaer Straße, Nossener Straße, Riesaer Straße, Roßweiner Ring, Waldheimer Straße;
  • Adorfer Straße, Auerbacher Ring, Carola-Neher-Straße, Glauchauer Straße, Klingenthaler Straße, Maxie-Wander-Straße, Oelsnitzer Straße, Schneeberger Straße, Stollberger Straße;
  • Erich-Kästner-Straße, Etkar-André-Straße, John-Heartfield-Straße, Neue Grottkauer Straße, Peter-Edel-Straße.

Das ist mitzubringen:

  • Personalausweis, Reisepass oder Meldebescheinigung,
  • wenn möglich auch der Impfpass zum Eintragen der Impfung,
  • in jedem Fall eine FFP2-Maske.

Verimpft werden die Mittel von Johnson&Johnson sowie Moderna. Während bei Johnson&Johnson eine Impfung für den vollständigen Schutz ausreicht, wird bei Moderna noch eine zweite Spritze nötig sein. Ob es dafür einen weiteren Sammeltermin geben wird oder dies zum Beispiel über Hausärzte abgewickelt werden könnte, werde noch geklärt, teilte ein Sprecher des Bezirksamts mit.

Die drei Tage Impfaktion bedeuten einen Großeinsatz für amtliche und ehrenamtliche Helfer: Rund 100 Kräfte werden pro Tag in der Halle und um sie herum im Dienst sein. Neben dem Bezirksamt und der Senatsgesundheitsverwaltung werden sich auch das THW, das Rote Kreuz sowie die sozialen Träger aus der direkten Nachbarschaft wie das Don-Bosco-Heim, Respekt & Halt und das Cabuwazi-Team selbst sich um Aufbau, Organisation, Abläufe und Betreuung kümmern.

Weitere Informationen gibt es auf einer eigens eingerichteten Seite des Gesundheitsamtes unter: berlin.de