Polizei

Intensivtäter schlägt und sticht mehrfach unvermittelt zu

Veröffentlicht am 14.08.2018 von Ingo Salmen

Ungewöhnlich brutal ist ein 21-Jähriger am Sonntagabend nacheinander mit einem Messer und Faustschlägen auf drei junge Leute losgegangen, die ihm zufällig über den Weg liefen. Bundespolizei und Berliner Polizei bestätigten auf Tagesspiegel-Anfrage, dass es sich bei zwei separat gemeldeten Angriffen, die sich kurz nacheinander abspielten, um ein und denselben Intensivtäter handelt. Zuerst saß er gegen 20.30 Uhr aus Richtung Innenstadt kommend in der S5, wie die Bundespolizei berichtet. Ihm gegenüber befand sich ein 25-Jähriger, dem plötzlich auffiel, dass dem Mann ein Messer aus dem Rucksack fiel, woraufhin er seinen Sitzplatz wechselte. Der 21-Jährige folgte ihm jedoch, fragte ihn, ob er jetzt die Polizei rufen würde – und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Am Bahnhof Wuhletal stieg der Angreifer in die U5 nach Hönow um.

Am U-Bahnhof Hellersdorf setzte er seinen gewalttätigen Streifzug fort. Gegen 20.40 Uhr ging er auf der Stendaler Brücke, die über die Gleise führt, ziemlich unvermittelt auf zwei Jugendliche zu und pöbelte sie an. Bei dem Versuch des 17-Jährigen, die Situation zu beruhigen, holte der junge Mann sein Messer aus dem Rucksack, griff den Hals seines Gegenübers und stach ihm in den Unterarm, wie die Berliner Polizei berichtete. Als der 15-Jährige dazwischen ging, wurde auch er durch Faustschläge ins Gesicht verletzt. Beamte einer Einsatzhundertschaft nahmen den Angreifer wenig später vorläufig fest. Die Stichwunde konnte ambulant behandelt werden. Die beiden anderen bekannten Opfer verzichteten auf medizinische Hilfe. Nach Angaben der Bundespolizei ergab eine Atemalkoholmessung einen Wert von rund 1,9 Promille. Der Mann sei „einschlägig polizeibekannt“.

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