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Rekonstruktion des verschwundenen Tiergartenviertels

Veröffentlicht am 03.11.2021 von Julia Weiss

19.11.2021 – 19:00 Uhr

Die Stiftung St. Matthäus erinnert in einer Vortragsreihe an das verschwundene  Tiergartenviertel. An einem der letzten verbliebenen Orte, der St. Matthäus-Kirche, kommen die ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner zu Wort. Schauspieler lesen ihre Zitate zu klassischer Musik. Beim dritten Teil der Reihe am 19. November um 19 Uhr geht es um den Untergang des Viertels in den Jahren 1933 bis 1950 – durch den Abriss durch die Nationalsozialisten, den Ausverkauf, die Vertreibung seiner vielfach jüdischen Bewohner:innen und die Bomben in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs.

Im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert waren im Tiergartenviertel Künstler, Schriftsteller und Diplomaten zu Hause. Damals prominent als „Geheimratsviertel“ zwischen  Tiergarten und Landwehrkanal,  fiel es in den 1930er Jahren der Hybris von Albert Speers „Welthauptstadt Germania“ und schließlich dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Am heutigen Kulturforum sind neben wenigen anderen Gebäuden nur noch die St. Matthäus-Kirche geblieben.

  • Neben der Lesung am 19. November wird es am 21. November um 16.30 Uhr eine Stadtführung durch das verschwundene Viertel mit den Stadthistorikern Fred Riedel und Alexander Darda geben. Anmeldung per Mail an info@stiftung-stmatthaeus.de.