Kultur

Kunstwettbewerb soll Todesmarsch von Juden wieder sichtbar machen

Veröffentlicht am 01.07.2020 von Julia Weiss

Zwischen 1941 und 1945 wurden mehr als 50.000 Jüdinnen und Juden, und damit der Großteil der damaligen jüdischen Bevölkerung Berlins, mit über 90 Zugtransporten überwiegend in die Ghettos und Vernichtungslager in Osteuropa wie Auschwitz-Birkenau und Sobibór deportiert, wo sie fast alle ermordet wurden. Vor aller Augen wurden sie in Berlin zu Tausenden von Sammellagern zu den drei Deportationsbahnhöfen durch die Straßen getrieben. Ein Kunstprojekt soll diese Wege nun wieder sichtbar machen (wir berichteten). Dazu ruft das Bezirksamt Mitte zu einem Ideenwettbewerb auf, bei dem sich Künstlerinnen und Künstler sowie interdisziplinäre Gruppen spätestens bis Sonntag, 19. Juli, um 23.59 Uhr über ein Formular bewerben können.