Namen & Neues

Jeder vierte Bewohner von Mitte ist armutsgefährdet

Veröffentlicht am 02.03.2018 von Laura Hofmann

Im Jahr 2016 war in Berlin rund jede sechste Person (16,6 Prozent) armutsgefährdet. In Mitte sind es deutlich mehr. Nach Neukölln gehört unser Bezirk mit 24,8 Prozent zu den ärmsten. Spandau liegt beim Anteil an armutsgefährdeten Einwohnern mit 23,2 Prozent auf Platz drei. Das geht aus Zahlen des Regionalen Sozialberichts für Berlin und Brandenburg hervor. Am reichsten sind nach dieser Berechnung die Bezirke Pankow (6,4 Prozent armutsgefährdete Einwohner), Steglitz-Zehlendorf und Treptow-Köpenick (jeweils 10,5 Prozent). Mit Blick auf die mittleren Einkommen der armutsgefährdeten Bewohner liegt Mitte (18,9 Prozent) und Steglitz-Zehlendorf (17,0 Prozent) am weitesten unter der Berliner Armutsgefährdungsschwelle. In Treptow-Köpenick (11,9 Prozent) und Lichtenberg (12,2 Prozent) hat die armutsgefährdete Bevölkerung demgegenüber die höchsten bedarfsgewichteten Pro-Kopf-Einkommen.

Auch die Einkommensungleichheit ist in Mitte besonders hoch. Hier liegt der Gini-Koeffizient bei 0,33. Der Gini-Koeffizient ist ein Maß für die Gleichheit bzw. Ungleichheit der Verteilung der Äquivalenzeinkommen. Ein Wert von 0 bedeutet vollständige Gleichheit der Einkommen, ein Wert von 1 maximale Ungleichheit. Höher ist die Ungleichheit mit 0,35 nur in Charlottenburg-Wilmersdorf.

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