Namen & Neues

Ein integratives Wohnprojekt mitten im Wedding

Veröffentlicht am 04.05.2018 von Laura Hofmann

Wohin mit den Modularen Unterkünften für Flüchtlinge in Mitte? Im vergangenen Newsletter habe ich bereits berichtet, dass das Bezirksamt die Pläne des Senats, die Modulbauten auf der Fläche des jetzigen Parkhauses der Beuth-Hochschule in der Triftstraße und im ehemaligen Diesterweg-Gymnasium in der Putbusserstraße zu platzieren, kritisch sieht. In der alten Schule soll eigentlich ein soziokulturelles Nachbarschaftszentrum entstehen. Und auch für die Triftstraße hat die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) andere Pläne, wie Bezirksverordneter Fabian Koleckar (Linke) auf seinem Blog berichtet.

Weil der BER ja noch ein Weilchen braucht, Tegel dementsprechend noch nicht geschlossen wird und die Beuth-Hochschule deshalb dort noch keine neuen Standorte bekommt und ihr Parkhaus weiter nutzt, könne man die Zeit nutzen, um statt der mit einem Sonderbaurecht verbundenen schnellen Planung sogenannter MUFs (Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge) ein normales Wohnobjekt zu planen – ein integratives Wohnprojekt mit Wohnungen für Geflüchtete und Sozialwohnungen für die breite Bevölkerung. „Dies ist also die einmalige Chance, von den Massenunterkünften wegzukommen und aktiv den Grundstein für gelungene Integration zu legen, indem wir Geflüchtete nicht mehr separat unterbringen in geschlossenen Gemeinschaftimmobilien, sondern integratives Wohnen vor Ort mit Bürger*innen umsetzen“, schreibt Koleckar.

Unterstützt wird die Idee von Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD), nun hoffen alle auf Katrin Lompscher (Linke), Senatorin für Stadtentwicklung und Sozialsenatorin Elke Breitenbach (ebenfalls Linke). In den kommenden Wochen wollen die Bezirksverordneten auch bei Initiativen und Vereinen wie „Hände weg vom Wedding“ und „Berlin hilft“ für ihre Idee werben, um eine breite Rückendeckung für das Projekt zu erhalten.

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