Namen & Neues

Geflüchtete in Hostels und bald in der Beuth-Hochschule

Veröffentlicht am 22.06.2018 von Laura Hofmann

Einstimmig beschlossen wurde in der BVV ein Antrag der Fraktion der Linken, der vorsieht, dass die Verordneten einen halbjährlichen Stand über die Anzahl der untergebrachten Geflüchteten in Hostels, die angemieteten Kapazitäten pro Hostel, Kosten, Anzahl der Hostels sowie Hostelnamen und Betreiber bekommen. „Dies gibt uns als Fraktion die Daten in die Hand, um zu überprüfen, ob die Maßnahmen, um die Geflüchteten aus den Hostels herauszuholen und in Wohnungen oder wenigstens vernünftige Unterkünfte zu bringen, funktionieren“, schreibt der Verordnete Fabian Koleckar.

Gegen die Stimmen von CDU und AfD wurde zudem ein Antrag der Linken mit dem Titel „Integration uffm Wedding“ angenommen, der sich dafür ausspricht, das Grundstück Triftstraße 14, bisher von der Beuth-Hochschule als Hochgarage genutzt, als Wohnungsbaustandort zu entwickeln und dort auch Wohnungen für Geflüchtete zu schaffen. Das Grundstück ist vom Senat als Standort einer Flüchtlingsgemeinschaftsunterkunft vorgesehen. Die Beuth-Hochschule beabsichtigt, es nach Umzug auf das Gelände des bisherigen Flughafens Tegel aufzugeben. Dies setzt jedoch den Start des Flughafens BER voraus. Sicher, dass der im Oktober 2020 in Betrieb geht, ist wenigstens einer: Flughafenchef Engelbert Lütke-Daldrup.

Derweil diskutiert die Beuth-Hochschule darüber, sich umzubenennen. Ihr Namensgeber Christian Peter Beuth, hoher preußischer Ministerialbeamter, war Antisemit. Er wünschte Juden in einer Rede von 1811 den Tod und reproduzierte antijudaistische Ressentiments wie die Legenden um den Ritualmord an christlichen Kindern.