Namen & Neues
Wasserschaden: Neue Schule an der Chausseestraße nicht nutzbar
Veröffentlicht am 08.08.2018 von Laura Hofmann
Die neue Modul-Schule in der Chausseestraße, Ecke Boyenstraße, sollte als Teil der Humboldthain-Grundschule ab August endlich erste Schüler aufnehmen. Es gab schon einen Elternabend dort und die Schüler waren informiert und vorbereitet. Doch dann kam es zu einem Wasserschaden, der wiederum zu so starken Folgeschäden geführt hat, dass die Schule vorerst nicht nutzbar ist. Daraufhin entschied das Bezirksamt, Container am Standort Humboldthain aufzustellen, um den Schulbetrieb auch mit den zusätzlichen Schülern zu ermöglichen. Der Container, bestehend aus mehreren Modulen, soll drei Räume für zwei erste Klassen und eine zweite Klasse enthalten. Bis Ende August soll er einsatzbereit sein.
Parallel dazu muss die Rechtslage geklärt werden, also die Frage, wer für den Schaden und die Folgeschäden haftet. Aus Sicht des Bezirksamts stellt sich die Sachlage wie folgt dar: Die Senatsverwaltung hat die Firma Goldbeck beauftragt. Diese wiederum hat eine weitere Firma beauftragt, die offenbar auch den Schaden verursacht hat (mangelhafte Leistung im Bereich der Wasserversorgung und Leitungen). Die Erstattung durch die Versicherung muss jetzt in einem komplizierten Verfahren geklärt werden. Die Frage ist, was schuldet die weitere Firma der Firma Goldbeck, was schuldet Goldbeck der Senatsverwaltung? „Wir als Bezirk bekommen „lediglich“ den MEB (Modularen Ergänzungsbau) hingestellt und danach ins Eigentum übertragen. Eine Vertragsbeziehung zu den Firmen haben wir nicht, daher muss auch der Regress vom Auftraggeber, also der Senatsverwaltung, geprüft werden“, sagt Schulstadtrat Carsten Spallek (CDU).
„Leider scheint der Bau an der Chausseestraße ein Beispiel dafür zu sein, dass zusätzlich komplizierte Konstrukte, wie auch in der Berliner Schulbauoffensive, nicht immer zu schnelleren und besseren Lösungen führen“, so Spallek weiter. Und er spricht auch von „verteilter Verantwortungslosigkeit“, denn am Ende müsse der Bezirk den Kopf dafür hinhalten und erklären, warum der versprochene Ergänzungsbau nicht genutzt werden kann, obwohl er weder vom Bezirk beauftragt, noch bezahlt wurde.