Namen & Neues

Friedrichstraße wird autofrei

Veröffentlicht am 12.12.2018 von Laura Hofmann

Allerdings nur für zwei Stunden. Am dritten Adventswochenende, genauer: am 15. Dezember von 13 bis 15 Uhr, soll die Friedrichstraße in Höhe des U-Bahnhofs Stadtmitte zur „Flaniermitte“ werden.  Die Veranstalter vom Bündnis „Stadt für Menschen“ hoffen, dass die kleine Veranstaltung der Beginn von etwas Großem und Schönem wird – so schön, dass es sich vielleicht  zum Selbstläufer entwickelt, weil die Leute Gefallen finden an einer autofreien City Ost, wie mein Kollege Stephan Jacobs berichtet. Oder weil sie genug vom Status quo haben.

Denn der heißt Dauerstau auf der Friedrichstraße, in dessen Gestank sich Massen von Fußgängern auf knapp bemessenen Trottoirs drängeln. Zumal im Advent, wenn auf dem Gendarmenmarkt der Weihnachtsmarkt leuchtet und duftet und in den Läden die Geschenke liegen, die gekauft werden wollen. Die Organisatoren wollen beim straßenfestähnlichen Happening „elektrische Mikromobilität“ präsentieren und in einer „Speaker’s Corner“ auf Höhe Mohrenstraße über die Stadt von morgen diskutieren. Kinder sollen Gelegenheit bekommen, ihre Wünsche an die Stadt auf den Asphalt zu malen; für Erwachsene sind Tapeziertische mit Zeitungsrollen als Raum für Notizen geplant.

Je nachdem, welche Unterstützer sich kurzfristig noch finden, soll das Programm erweitert werden. Einige Gäste haben sich schon angekündigt: die langjährige Generalsekretärin des Evangelischen Kirchentages, Ellen Ueberschär, Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD), Mittes Bürgermeister Stephan von Dassel, der Friedrichshain-Kreuzberger Baustadtrat Florian Schmidt, der in den Bundestag gewechselte Verkehrspolitiker Stefan Gelbhaar (alle Grüne) sowie Linken-Verkehrspolitiker Harald Wolf  und Vorstandsleute von ADFC und BUND.

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