Namen & Neues

Jugendverkehrsschule Moabit ist gesichert

Veröffentlicht am 12.12.2018 von Laura Hofmann

Gute Nachrichten für alle, denen die Verkehrserziehung in Mitte am Herzen liegt: Die Jugendverkehrsschule (JVS) Moabit scheint gesichert. Das Bezirksamt hat mir am Montag mitgeteilt, dass für den 17. Dezember ein Notartermin vorgesehen ist, bei dem die Rückübertragung des Einfahrtsgrundstücks zur Verkehrsschule in der Bremer Straße an den Bezirk festgesetzt werden soll.

Der Hintergrund: Die Gewobag baut auf dem Nebengrundstück Mietwohnungen. Hätte sie das Grundstück, das den Zugang zur Verkehrsschule darstellt und das ihr 1967 vom Bezirk verkauft wurde, ebenfalls bebaut, wäre die Weiterführung der JVS praktisch unmöglich geworden. Nun geht das Grundstück aber zurück an den Bezirk.

Die Anwohner, die sich seit 2014 für den Erhalt der JVS einsetzen, können aufatmen. Außerdem teilte das Bezirksamt mit, dass 2019 zunächst die zweite Verkehrsschule im Bezirk, am Standort Gottschedstraße in Wedding, saniert werden soll. Damit werde eine gleichzeitige Schließung beider Standorte verhindert, schreibt Schulstadtrat Carsten Spallek (CDU).

Parallel zur Sanierung in Wedding würden Detailplanungen und Abstimmungen mit dem Quartiersmanagement und anderen Akteuren zur Schule in der Bremer Straße vorgenommen, die Grundlage für eine Bauplanungsunterlage sein sollen. Ziel sei die „bauliche Umgestaltung/Sanierung“ des Standorts sowie dessen „dauerhafte Sicherung“.

Doris Citro, Vorstandsvorsitzende des Vereins zum Erhalt der JVS und Mitglied der BVV Mitte, freut sich, dass sich das Bezirksamt durch die Rückübertragung des Grundstücks endlich zur dauerhaften Sicherung der JVS Moabit bekenne. „Das sind großartige Neuigkeiten und ein Riesenerfolg für uns alle“, sagt sie.

Sie sei aber verwundert, dass anders als von Stadtrat Spallek in einer schriftlichen Antwort vom November angegeben, es 2019 zunächst mit dem Standort in der Gottschedstraße losgehe. „Viele Menschen in Moabit erwarten sehnlichst, dass endlich was auf der Bremer Straße 10 passiert.“ Sie vertraue darauf, dass der ursprüngliche Plan des Schulamtes eingehalten werde und es mit der Sanierung der Bremer Straße zügig voran gehe. „Geld ist ja jetzt reichlich vorhanden.“

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