Namen & Neues

Neue Grundlagen fürs Theater im Monbijoupark

Veröffentlicht am 02.01.2019 von Laura Hofmann

Das Theater im Monbijoupark ist wie berichtet jedes Jahr auf eine Sondergenehmigung des Bezirks angewiesen, weil es auf einer öffentlichen Fläche mitten im Park steht. Die letzten Monate waren unruhig: Die neuen Nachbarn in ihren Luxuswohnungen klagen über Lärm, das Theater wiederum über die Lärmklagen, die ihm den Garaus machen könnten. Und einige Bezirksverordnete klagen über das Gebaren des Theaters mitten im Park – alles nochmal hier nachzulesen.

Ein von der BVV beschlossener Antrag der Linken fordert jetzt, die bisherigen Grundlagen für die Genehmigung der Nutzung von Flächen im Monbijoupark durch das Theater neu auszurichten. In Zukunft sollen nur noch gemeinnützige oder genossenschaftliche Träger eine solche Genehmigung erhalten, dafür aber bei Bedarf auch mehrjährig. Gleichzeitig sollen Gespräche mit der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, der Senatsverwaltung für Wissenschaft und Forschung und der Humboldt-Universität mit dem Ziel aufgenommen werden, den bisherigen Standort für das Theater für eine Laufzeit von mindestens 20 Jahren zu sichern.

Gemeinsam mit dem Förderverein Freunde des Theaters im Monbijoupark sollen Mittel, Wege und Bedingungen (z.B. öffentliche WC-Anlagen, kommunale Bildungsangebote, gute Arbeit und faire Löhne, Sauberkeit im Park) erörtert werden, nach denen zukünftig Theater im Monbijoupark gespielt werden kann. Außerdem sieht der Antrag vor, dass künftig nur so viel Fläche des Parks für Gastronomie in Anspruch genommen wird, wie für den Betrieb des Theaters tatsächlich erforderlich ist. Das von Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) angestrebte Bebauungsplanverfahren, das eine feste Installation des Theaters im Park vorsieht, soll eingestellt werden.

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