Namen & Neues

Himmelbeet darf noch bis 2020 bleiben

Veröffentlicht am 10.04.2019 von Laura Hofmann

Die Macher des Himmelbeets und alle Gartenfreunde in der Nachbarschaft können aufatmen: Das preisgekrönte Urban-Gardening-Projekt darf nun doch länger als gedacht an seinem jetzigen Standort in der Weddinger Ruheplatzstraße bleiben. Nämlich bis Ende Oktober 2020. Eigentlich sollte das Himmelbeet schon nach dieser Sommersaison dem „Safe Hub“ von Amandla weichen, einem sozialen Fußball-Projekt für Kinder und Jugendliche. Schade – denn der Wedding kann beide Projekte gut gebrauchen. Sie gegeneinander auszuspielen, war schon immer unverständlich, ist aber wohl der Flächenknappheit im Bezirk geschuldet. Zumal das Himmelbeet bisher keinen neuen Standort gefunden hat. Möglich wäre eine Ansiedlung vielleicht auf dem hinteren Leopoldplatz (Maxplatz). Dort könnte eine Urban-Gardening-Fläche entstehen, für deren Betrieb sich das Himmelbeet aber erst bewerben müsste.

Hintergrund für die Entscheidung von Amandla und Bezirk: Das gemeinnützige Fußball-Projekt will die 4100 Quadratmeter große Fläche auf dem Grundstück Antonstraße 37/Ruheplatzstraße 4, die ihm der Bezirk für 30 Jahre kostenlos verpachtet, jetzt doch intensiver nutzen und dem geplanten Gebäude ein weiteres Stockwerk verpassen. Weil die Planung dafür aufwendiger ist, verschiebt sich der anvisierte Baubeginn von Ende 2019 auf Ende 2020. Es dauert also mal wieder länger. Dank des Himmelbeets wird daraus in Berlin ausnahmsweise mal eine Erfolgsmeldung.

Am Samstag bekommt das Himmelbeet passenderweise mal wieder einen Preis. Das von den Machern konzipierte Buch „Ein Garten-Buch für Alle“ in Leichter Sprache wird als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ ausgezeichnet. Mehr Infos dazu hier.

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