Namen & Neues

Bezirk unternimmt ein Jahr nichts gegen Leerstand in der Linienstraße 145

Veröffentlicht am 26.06.2019 von Laura Hofmann

Wieder ein Fall von Wohnungsleerstand trotz Zweckentfremdungsverbot: In bester Lage, in der Linienstraße 145, sind mindestens 14 Wohnungen nicht bewohnt – obwohl sie durchaus bewohnbar wären. Das geht aus der Antwort des Bezirksamts auf Anfrage von Frank Bertermann (Grüne) hervor. Besonders interessant: Das Bezirksamt weiß bereits seit März 2018 davon. Doch erst im März 2019 wurde erneut beim Eigentümer nachgefragt, woraufhin dieser den Leerstand bestätigte und mitteilte, dass die Wohnungen saniert werden müssten.

Was ist zwischen März 2018 und März 2019 geschehen? „Die schleppende Verfolgung des Falles“ sei „äußerst misslich“, teilt die Abteilung Bürgerdienste unter Stadträtin Ramona Reiser (Linke) mit. Sie sei das „Resultat des Aufeinandertreffens der Gesetzesänderung im April 2018 und den sich hieraus ergebenden hohen Antragszahlen auf Registrierungsnummern und Genehmigungen für Ferienwohnungen, sowie dem bekannten Personalmangel.“

Und wie geht es jetzt weiter? Am 17. Mai dieses Jahres wurde der Eigentümer vom Amt aufgefordert, Genehmigungsanträge für den fortbestehenden Leerstand zu stellen. Die Frist dafür endete am 7. Juni. „Sollten die geforderten Anträge nicht fristgerecht eingehen, wird ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.“ Schauen wir mal, wie lange das dann dauert.

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