Namen & Neues

Vorschlag: Verrichtungsboxen im Kurfürstenkiez

Veröffentlicht am 26.06.2019 von Laura Hofmann

Sex in der Öffentlichkeit stört viele Anwohnerinnen und Anwohner im Kurfürstenkiez, der für seinen Straßenstrich an der Kurfürstenstraße berüchtigt ist. Nun schlägt der Runde Tisch Sexarbeit unter dem Vorsitz von Tempelhof-Schönebergs Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) vor, sogenannte Verrichtungsboxen aufzustellen, in denen der Geschlechtsverkehr zwischen Sexarbeiter*innen und Freiern dann stattfinden soll.

In einem Pilotprojekt könnten diese unter dem U-Bahn-Viadukt der Linie U2 am Bülowbogen errichtet werden, berichtet die „Morgenpost„. Bürgermeisterin Schöttler erklärte auf meine Nachfrage allerdings: „Eine konkrete Planung sowie ein Startzeitpunkt der Errichtung solcher Boxen sind noch unbestimmt, da sich die Schaffung von Vollzugsorten noch in der Prüfung befindet.“

Die Verrichtungsboxen sollen sich für Personen eignen, „die sich zu Fuß oder mit dem Rad fortbewegen“ und nicht mit dem Auto wie beispielsweise in Köln. Im Innenstadtbereich hier in Berlin seien allerdings kaum Freiflächen vorhanden. Fest steht: Die bisherigen Maßnahmen – zwei öffentliche Öko-Toiletten und Piktogramme vor Schulen und Kitas – haben die Situation jedenfalls nicht entscheidend entspannt. Wohnen Sie im Kiez? Wie erleben Sie die Situation und was halten Sie von dem neuen Vorschlag? Schreiben Sie mir an: laura.hofmann@tagesspiegel.de

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