Namen & Neues

Renaturierung der Panke kommt endlich voran

Veröffentlicht am 16.10.2019 von Julia Weiss

Die Panke soll wieder natürlich werden, das ist schon lange geplant. „Panke 2015“ hieß das Projekt ursprünglich, mittlerweile will die Senatsverwaltung keine Angaben mehr zum Baubeginn machen. Aber immerhin hat das Verfahren nun einen wichtigen Meilenstein erreicht: Seit 30. September gibt es einen Planfeststellungsbeschluss. Das heißt, nun können Baumaßnahmen geplant und ausgeschrieben werden.

„Das Verfahren ist sehr komplex“, heißt es aus der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Der Fluss, der von Brandenburg kommend durch Pankow und Wedding nach Mitte fließt, soll wieder seine natürliche Form erhalten. Weite Teile wurden in der Vergangenheit begradigt, in Stein- oder Betonbetten oder in unterirdische Röhren verlegt. Im Land Berlin geht es um eine Strecke von 18 Kilomtern. Das habe die bisherige Planung so kompliziert gemacht, sagt ein Senatssprecher. Es seien eine Menge Einwände und Vorschläge eingegangen, die es zu berücksichtigen galt. Der Denkmalschutz hatte beispielsweise Bedenken, dass sich Parkanlagen zu sehr verändern könnten.

Die Renaturierung soll nun verhindern, dass die Panke bei Starkregen zu schnell über die Ufer tritt. Außerdem soll die Wasserqualität besser werden. Dazu müssen auch Bäume gefällt werden. Für notwendige Umbaumaßnahmen, aber auch weil Blätter an einigen Stellen ins Wasser fallen und faulen. Für Fische werden Borstenpässe eingebaut. Die bremsen die Strömung. Dort können sich Fische dann ausruhen, bevor sie weiter den Fluß entlang wandern. (Eine Übersicht über die gesamte Planung finden Sie hier.)

Foto: Kai-Uwe Heinrich

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