Namen & Neues

Jugendtreff am Alex in Gefahr

Veröffentlicht am 12.02.2020 von Laura Hofmann

Dem Jugendtreff wurde zu Ende März wurde der Standort zwischen Rotem Rathaus und Fernsehturm gekündigt. Jetzt braucht der bunt bemalte Container, „Jara“ genannt, eine neue Bleibe. „Jara“ (Jugendaktionsraum Alexanderplatz) wurde im November 2017 gegründet, um den Jugendlichen auf dem Alexanderplatz eine Anlaufstelle zu bieten. Im Container arbeiten Sozialarbeiterinnen und Erzieher mit den geflüchteten, teils obdach-oder wohnungslosen Kids zusammen. Sie dürfen ihre Hunde mitbringen, bekommen zu essen und können Sport machen. Doch nun ist die Zukunft unsicher.

„Wir brauchen schnell eine Lösung“, sagt Mittes neuer Grünen-Fraktionsvorsitzender Tilo Siewer. Er hat vergangene Woche vor Ort 300 Unterschriften für den Erhalt des Jugendtreffs entgegengenommen. Siewer findet: „Es gibt eine gesamtbezirkliche Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen auf dem Platz.“ Deswegen sei das Bezirksamt aufgefordert, zügig einen neuen Ort zu finden, an dem der Container aufgebaut werden kann. Der Träger hat einen Antrag gestellt, um eine neue Heimat hinter dem Haus der Statistik zu finden. „Da ist eine Struktur entstanden, die wirklich an die Jugendlichen andockt“, sagt Siewer. „Diese Beziehungsarbeit darf auf keinen Fall abbrechen.“ Und auch die Mitarbeiter bräuchten eine Perspektive. Je länger die Entscheidung hinausgezögert werde, desto größer sei die Gefahr, dass der Treff gänzlich vom Alex verschwindet.

Text: Laura Hofmann

+++ Dieser Text stammt aus dem Mitte-Newsletter. Immer mittwochs kostenlos, hier anmelden: leute.tagesspiegel.de

+++ Weitere Themen dieser Woche:

  • Wie es mit dem Mittelstreifen der Karl-Marx-Allee weitergeht
  • „Einer der großen Skandale in Berlin“ : Gespräch mit Rainer Pede über 10 Jahre Sprachförderzentrum Mitte
  • Beuthstraße, Standbilder und Ehrengrab: Wie geht Mitte mit dem Antisemiten Christian Peter Beuth um?
  • Tipp: Zuhören bei „Jugend musiziert“
  • Termin: Karneval feiern in Wedding