Namen & Neues

Stele zur Erinnerung an Elise und Otto Hampel beschädigt

Veröffentlicht am 06.05.2020 von Julia Weiss

In der Nacht vom 28. auf den 29. April wurde die Gedenkstele für die Widerstandskämpfer Elise und Otto Hampel neben dem Rathaus Wedding an der Müllerstraße vorsätzlich zerstört. Das teilte das Bezirksamt mit. Die Polizei ermittelt. Das Bezirksamt will die Stele nun schnell wieder aufstellen lassen.

Elise und Otto Hampel lebten im Wedding, in der Amsterdamer Straße. Sie waren Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime. Zwischen September 1940 und September 1942 verfassten sie Postkarten und etwa 200 Handzettel, in denen sie zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus und gegen Hitlers Krieg aufriefen. Die Postkarten legten sie in Treppenhäusern ab, überwiegend im Umfeld ihrer Wohnung. Vor fast genau 77 Jahren, am 8. April 1943, wurden sie vom „Volksgerichtshof“ zum Tode verurteilt und im Gefängnis Plötzensee ermordet. Ihr Schicksal wurde vor allem durch Hans Falladas Roman „Jeder stirbt für sich allein“ bekannt.