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IHK und Anrainer wollen autofreie Friedrichstraße auf Herbst verschieben

Veröffentlicht am 01.07.2020 von Julia Weiss

Die Friedrichstraße soll im August sechs Monate lang für den Autoverkehr gesperrt werden. Schon länger wehren sich einige Anrainer öffentlich gegen den Verkehrsversuch, weil sie Umsatzeinbußen befürchten, wenn Kunden nicht mehr mit dem Auto vorfahren können. Eine Umfrage der IHK unter 137 Gewerbetreibenden hat nun allerdings ergeben, dass eine knappe Mehrheit den Versuch grundsätzlich positiv bewertet. Allerdings sehen sie laut IHK Mängel bei der Planung und Umsetzung durch den Bezirk Mitte und die Verkehrsverwaltung.

„Die Befragten sehen Politik und Verwaltung in der Pflicht, gemeinsam mit den Anrainern Maßnahmen zu entwickeln, um die Aufenthaltsqualität zu steigern“, teilt die IHK mit. Ein sinnvolles Konzept sei noch nicht zu erkennen.  Um dieses gemeinsam zu erarbeiten, reiche die Zeit bis August nicht aus. Die Verbände (IHK Berlin, Handelsverband Berlin-Brandenburg, Die Mitte e.V.) schlagen vor, den Starttermin in den Herbst zu verschieben. Die autofreie Friedrichstraße könne zeitgleich mit der neuen U-Bahnlinie 5 eröffnet werden.

Die Senatsverwaltung hält derweil am Starttermin fest. „Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und der Bezirk Mitte sind bereits in sehr guten Gesprächen mit Anrainern über die Gestaltung des Projekts Autofreie Friedrichstraße, das im August starten soll“, sagt Sprecher Jan Thomsen dem Tagesspiegel. „Viele Beteiligte bringen sich ein, wir unterstützen sie.“