Kiezgespräch

Veröffentlicht am 13.04.2018 von Laura Hofmann

Das Grünflächenamt in Mitte arbeitet daran, kein „Grauflächenamt“ mehr zu sei. Die Wortneuschöpfung unseres Chefredakteurs Lorenz Maroldt im „Checkpoint“ bezog sich auf die amtliche Rodung der von Bürgern nicht amtsgemäß bepflanzter Baumscheiben. Per Twitter verrät das Bezirksamt jetzt „Tipps, Tricks & Infos“, wie man das richtig macht mit der Baumscheiben-Bepflanzung. In einem Online-Formular können blumenliebende Bürger nun angeben, wo sie tätig werden wollen und was sie zu pflanzen gedenken.

Ob das Grünflächenamt ein Grauflächenamt und gar ein Untätigkeitsamt ist, wollte Sebastian Pieper von der CDU-Fraktion in der BVV Mitte wissen. Grund für die Anfrage waren Berichte im „Checkpoint“ des Kollegen Maroldt, dass Meldungen über Vermüllung auf der Fischerinsel über das Anliegenmanagement-System (AMS) zwar registriert, aber nicht bearbeitet werden. Die Antwort: „Eine „Vermüllungstendenz“ vermag das Bezirksamt nicht zu erkennen.“ Es gibt aber zu: „Die letzte Meldung vom 27.12.2017 zu nichtgeleerten Papierkörben wurde am 28.12.2017 an das SGA  weitergeleitet. Die Papierkörbe wurden am 10.01.2018 geleert. Leider konnte dies   krankheitsbedingt nicht früher erfolgen.“

Und bemüht sich um Ehrenrettung: „Das  Bezirksamt weist den Begriff  des „Grauflächenamts“ zurück. Er verkennt auf polemische Weise das hohe Engagement  und die große Kompetenz der Beschäftigten des Straßen- und Grünflächenamtes und die zahlreichen komplexen Problemlagen im öffentlichen Raum.“

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