Kiezgespräch
Veröffentlicht am 01.04.2020 von Julia Weiss
Der Berliner Designer Jan-Henrik Scheper-Stuke trägt zu seiner Fliege neuerdings den passenden Mundschutz – in rot mit kleinen weißen Punkten. Seine Krawatten Manufaktur Auerbach in Mitte bietet nun neben Fliegen, Krawatten und anderem feinen Zwirn auch Mund-Nase-Masken für Herren an. Für 18 Euro das Stück sind diese zwar nicht ganz günstig, sehen dafür aber schick aus. Nicht nur Jan-Henrik Scheper-Stuke hat die Maske nun zum modischen Accessoire erklärt. Auch das Techno-Modelabel Nakt aus Friedrichshain hat sich etwas für seine Zielgruppe ausgedacht: Die Maske „Keep smiling“ aus schwarzem Stretchmaterial ist vorne mit einer silbernen Gliederkette ausgestattet, die das Lächeln des Mundes ersetzt. Auch auf Facebook und Instagram bieten viele Näherinnen und Näher ihre eigenen Kreationen an.
Masken aus Stoff werden mittlerweile sogar von Virologen empfohlen. Sie schützt zwar nicht den Träger verlässlich vor Ansteckung, minimiert aber das Risiko für die Menschen in seinem Umfeld. Denn viele Menschen tragen das Virus unbemerkt in sich und scheiden es beim Sprechen und Husten aus.
Wer seine Maske doch lieber mit Locher, Schnur und Papier selbst basteln will, dem sei dieses schicke rote Modell empfohlen. Das Design stammt von Sabine Kauz aus Wedding. Sie benutzt dazu Servietten. Für sie das perfekte Material. „Servietten sind sowieso mit dem Mund verbunden, sind mehrlagig, haben schöne Farben und hübsche Muster“, sagt sie. „Noch dazu machen sie kaum mehr Müll als bei einem Essen im Restaurant oder bei Freunden.“ Auch der Tagesspiegel hat eine Anleitung parat. Viel Spaß beim Basteln und Maske auf!
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