Kiezgespräch

Veröffentlicht am 22.04.2020 von Julia Weiss

Müllerstraße und Schöneberger Ufer bekommen Pop-Up-Radwege. Die Coronakrise treibt die Verkehrswende in Berlin voran. Viele Menschen steigen von Bus und Bahn auf das Fahrrad um. Damit sie dabei nicht dicht an dicht fahren, richten immer mehr Bezirke sogenannte Pop-Up-Radwege ein. In Mitte wird einer auf der Müllerstraße von der Seestraße bis zum U-Bahnhof Wedding entstehen. Der andere ist für das Schöneberger Ufer geplant, teilte das Bezirksamt mit. Die Radwege werden provisorisch angelegt, mit Klebefolien auf dem Asphalt und Warnbaken.

Was zunächst als temporäre Lösung gedacht ist, könnte dauerhaft bleiben – damit rechnen zumindest Fahrradaktivisten. „Die neuen Radwege haben den Beinamen ‚temporär‘. Tatsächlich vollziehen Senat und Bezirke während der Coronakrise in kürzester Zeit die Neuaufteilung des Straßenlandes“, twitterte etwa der ADFC.

In der Müllerstraße ist die Errichtung eines Fahrradwegs schon lange geplant. „Dabei darf die temporäre Einrichtung aber nur eine Übergangslösung sein“, sagt Bezirksstadträtin Sabine Weißler (Grüne). Unser Ziel ist es, den Schutzstreifen auf der Müllerstraße schnellst möglich umzusetzen und dort eine dauerhafte Lösung für einen sicheren Radverkehr zu schaffen.”

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