Intro

von Madlen Haarbach

Veröffentlicht am 19.12.2017

Vorab der Hinweis: Dieser Newsletter wurde unter dem Einfluss von Marzipan geschrieben. Das ist nachvollziehbar, meinen Sie? Der AfD-Bezirksverordnete Steffen Schröter sieht das anders.

Bei der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) vergangene Woche gab es als kleines Geschenk eine Packung Marzipan für alle Bezirksverordneten. Während die Verordneten munter vor sich hin naschten, grummelte uns nebenan am Pressetisch der leere Magen. Auf meinen, zugegebenermaßen leicht ironischen Tweet hin brachte uns Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey  (SPD) auch an den Pressetisch jeweils ein kleines Päckchen einer Neuköllner Marke. (Hier sei nicht verraten welcher  – aufmerksame Leser*innen wissen ja nun, dass Neukölln die deutsche Marzipan-Hochburg ist und gleich mehrere Fabriken im Bezirk das süße Gold produzieren.)

Laut einem Facebook-Post von Schröter kann ich daher nun, mit Marzipan im Bauch, wieder „im Sinne des Bezirksamtes“ schreiben (Screenshot). Die AfD-Fraktion hat ihr Marzipan übrigens auch vernascht, und dennoch nicht im Sinne des Bezirksamtes abgestimmt. Komisch. Vorsichtshalber beantrage ich auf diesem Weg dennoch gerne Marzipan-Lieferungen für die folgenden BVVs, dann sind die Sitzungen auch leichter zu ertragen. Was dieses Mal so los war, lesen Sie weiter unten in den Meldungen.

Vorher richten wir unseren Blick aber erst einmal auf die Wände der Stadt.

Madlen Haarbach ist freie Autorin beim Tagesspiegel. Süßigkeitenspenden nimmt sie gerne bei Twitter oder per E-Mail entgegen. Schreiben tut sie aber dennoch frei nach eigenem Wissen und Gewissen. 

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